Gegeneinander? Nebeneinander?! Miteinander!

- aej-Fachtagung zur interreligiösen Bildung
Die aej-Fachtagung der Arbeit mit Kindern vom 29. November bis 1. Dezember 2011 in Hannover setzt sich mit interreligiöser Bildung auseinander.
Kinder nehmen ihre religiöse und kulturelle Vielfalt selbstverständlich wahr und begegnen sich meist unvoreingenommen. Wie dies mit zunehmendem Alter weiter gefördert werden kann, welche Bedeutungen für Kinder ihr Glaube hat und wie unterschiedliche Religionsgemeinschaften mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, waren Fragestellungen, über die sich die Teilnehmenden der Fachtagung Arbeit mit Kindern drei Tage lang austauschten. Dabei näherten sich Fachkräfte der Arbeit mit Kindern sowohl theoretisch als auch praktisch dem Themenfeld.
Ein Fachvortrag von Dr. Friedrich Schweitzer, der an der Universität Tübingen als Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik lehrt, gab einen ersten theoretischen Einstieg ins Themenfeld Kindheit und Religion. Dabei erklärte er, welche Rolle der Glaube in der Erziehung von Kindern hat und welche Gottesvorstellungen Kinder haben. Zusätzlich erläutert er Studien über kindliche Wahrnehmungen von Religionen.
In einem zweiten Vortrag stellte Frau Dr. Ursula Rudnick, die im Haus kirchlicher Dienste der Evangelischen Landeskirche als Beauftragte für Kirche und Judentum arbeitet, die lokale Wahrnehmung von Judentum vor, sowie die Bedeutung des christlich-jüdischen Dialogs.
Bei einem Besuch des Hauses der Religionen in Hannover kamen die Teilnehmenden mit Vertreter(inne)n anderer Religionen ins Gespräch. Es entstanden anregende Diskussionen, bei der auch viele Fragen geklärt werden konnten. Workshops zu den Bereichen Schule und Gemeinde gaben den Tagungsteilnehmenden im Anschluss Einblicke in die praktische Arbeit und konnten durch die interessanten Darstellungen der Workshopleiterinnen viele Anregungen bieten. Einige Methoden wurden direkt in den Workshops ausprobiert, sodass die Teilnehmenden erste eigene praktische Erfahrungen machen konnten.
Sogar bei dem unterhaltsamen Rahmenprogramm setzten sich die Tagungsteilnehmenden mit dem Themenfeld auseinander. Der Musikpädagoge Papy Lunguango zeigte am Dienstag Einblicke in die afrikanische Trommelkunst und übte einen traditionellen afrikanischen Tanz mit den Teilnehmer(inne)n ein. Im Anschluss stellte der Schauspielstudent Maximilian Scheid zwei Monologe bekannter europäischer Schriftsteller vor.
Am Mittwochabend gab es dann Gelegenheit zu einem kleinen Stadtrundgang, den viele Teilnehmende nutzten. Sie bekamen viele Informationen über die Stadt Hannover und schauten sich insbesondere religiöse Bauwerke an.
Eine Gruppenarbeitsphase rundete die Fachtagung ab. Die Tagungsteilnehmenden tauschten ihre gesammelten Ideen aus und entwickelten gemeinsam bereits neue Konzepte, die sie vor Ort bei ihrer Arbeit mit Kindern einsetzen möchten.










