Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Engagementpolitik

DBJR Blickwinkel

Spätestens seit dem Bericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Bürgerschaftliches Engagement: auf dem Weg in eine zukunftsfähige Bürgergesellschaft“ (Enquete-Kommission, 2002) hat die Diskussion um die Förderung des freiwilligen Engagements eine erhebliche Belebung erfahren. Politik, Verwaltung und Nicht-Regierungsorganisationen bemühen sich darum, durch Impulse und Innovationen diese für eine lebendige Zivilgesellschaft notwendige Aktivität ihrer Bürger(innen) zu befördern und zu stärken. Allerdings geht mit dieser positiven Entwicklung eine wachsenden Diffusität einher und es drohen Grenzen zu verwischen, die bislang den eines subsidiär geordneten sozialen Sektors (oder anders „Dritten Sektors“) markierten.

In den Jugendverbänden war und ist die Diskussion um das „bürgerschaftliche Engagement“ geprägt von einem unaufhebbar erscheinenden Dualismus zwischen „klassischem Ehrenamt“ und „postmodernem, freiwilligem Engagement“. Dem Ersteren wurden dabei Merkmale wie Verbindlichkeit, Langfristigkeit, Verantwortlichkeit, Altruismus und Strukturbezogenheit zugeordnet. Prototyp der Jugendverbände wäre etwa der/die langjährige Jugendgruppenleiter(in). Demgegenüber schien das „freiwillige Engagement“ geprägt von Spontaneität, Unabhängigkeit, Kurzfristigkeit und starken Eigeninteressen.

Politisch bedeutsam wird die Debatte mit dem Plan der Bundesregierung, eine „Nationale Engagementstrategie“ zu entwickeln. Es stellt sich die Frage, was der Staat tun kann, tun darf und tun soll, um Engagement zu fördern. Ähnliche Prozesse laufen auch in Ländern und Kommunen ab. Engagementpolitik ist daher auf allen Ebenen eine Herausforderung für die Evangelische Jugend.

Förderprogramm Jugend hilft!

JUGEND HILFT!  - Das Förderprogramm des "Children for a better World e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, das soziale Engagement von Kindern und Jugendlichen finanziell und ideell zu unterstützen. Kinder und Jugendliche können für ihr soziales Projekt bis zu € 2.500 pro Jahr beantragen.

Unterstützt werden Projekte,

  • bei denen sich Kinder und Jugendliche zum Ziel gesetzt haben, die Situation von anderen Menschen in Armut, Krankheit oder schwierigen Lebenslagen zu verbessern. Gesellschafts- und bildungspolitische, kulturelle, ökologische oder medizinische Projekte können nur gefördert werden, wenn sie vorrangigzum Ziel haben, benachteiligten Menschen zu helfen.
  • von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 21 Jahren - und somit nicht Angebote für sie, wie z.B. allgemeine Angebote der Jugendarbeit.
  • die im Schwerpunkt ehrenamtlich getragen werden.

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In eigener Sache: Ehrenamtliches Engagement in der aej ausgezeichnet

Am 26. August 2011 hat Bundespräsident Christian Wulff zwei junge Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) engagieren, mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zur Pressemitteilung

 
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