Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Forschung zu Interkultureller Öffnung von Jugendverbänden

Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund an Jugendverbandsarbeit und Einflussfaktoren für eine gelingende Interkulturelle Öffnung von Jugendverbänden sind Fragen, mit denen sich die Forschung beschäftigt.

Forschungsarbeiten zum Thema Interkulturalität und Migration in der Jugendverbandsarbeit bleiben jedoch oft auf einzelne Jugendverbände beschränkt und sind häufig regional eingeschränkt.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Aussagen zum Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Vereinen und Verbänden sind bisher noch nicht auf einer breiten empirischen Basis erforscht.  Vereinzelte repräsentative Befragungen legen die Vermutung nahe, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Jugendverbandsarbeit nicht ausreichend bzw. zu einem geringeren Anteil als „mehrheitsdeutsche“ Jugendliche beteiligt sind.

Die geringe Partizipation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund an den Angeboten von Jugendverbänden wird im wissenschaftlichen Diskurs auf mehrere Ursachen zurückgeführt. Sozial und ethnisch selektierende  Angebote, Rekrutierungsmechanismen der Jugendverbände sowie strukturelle Hürden können jungen Migrant(inn)en den Zugang zu Jugendverbänden erschweren. Personelle, konzeptionelle, organisatorische und strukturelle Faktoren sind also Herausforderungen für eine interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit.

Wie werden Konzepte Interkultureller Öffnung in der Jugendverbandsarbeit umgesetzt?

Im Zentrum des Forschungsprojekts „Interkulturelle Öffnung in der verbandlichen Jugendarbeit“ steht die Frage, wie in der Jugendverbandsarbeit Konzepte zur interkulturellen Öffnung aufgenommen und umgesetzt werden. Die Studie wird von der Fachhochschule Köln in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. vom 1.12.2008 bis zum 31.12.2010 durchgeführt.

Der Blick richtet sich auf interkulturell orientierte Projekte, Initiativen und Aktivitäten auf der örtlichen Jugendverbandsebene.

Gefragt wird nach

  • der Konzipierung

  • der Organisationden Bedingungen für ein Gelingen und für   Umsetzungsprobleme

  • der Gestaltung von Angeboten und Aktivitäten.

Ausgehend von der konkreten lokalen Jugendverbandsarbeit werden interne und externe Einflüsse für die Umsetzungsmöglichkeiten und -probleme vor Ort sowie die aktive Gestaltung interkultureller Angebote durch Kinder und Jugendliche analysiert.

Ziel des Projekts ist es, Grundlagen zu erarbeiten, die die Umsetzung einer interkulturellen Öffnung auf örtlicher Ebene der Jugendverbandsarbeit fördern und Hindernisse abbauen.

Die Forschungsergebnisse sind im Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Interkulturelle Öffnung in der verbandlichen Jugendarbeit – Stand, Möglichkeiten und Hindernisse der Realisierung“ erschienen Januar 2011 einzusehen.



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