Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Bevölkerungsstatistik

Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft – diese Bezeichnung passt besser als die des vielzitierten Einwanderungslandes. Denn das statistische Bundesamt zeigt, dass in Deutschland seit 2008 die Auswanderungsquote höher ist als die Einwanderungsquote.

 

 

Migrationshintergrund- ein Begriff in Zahlen und Fakten

Etwa jede(r) fünfte Bundesbürger(in) hat einen sogenannten Migrationshintergrund, insgesamt mehr als 16 Millionen. Das geht aus den Zahlen der amtlichen repräsentativen Statistik – dem Mikrozensus 2010 – hervor. Ein Migrationshintergrund wird Menschen zugeschrieben, die seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind sowie ihren Nachkommen. Diese Personen müssen also keine eigene Migrationserfahrung haben und leben in einem Drittel der Fälle seit ihrer Geburt in Deutschland. Die Herkunft der Eingewanderten verteilt sich größtenteils auf die Türkei, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Jugoslawiens, Polen und weitere Staaten in Europa.

 

Junge Menschen in der Migrationsgesellschaft

Der gestiegene Anteil in der Gesamtbevölkerung spiegelt sich bei Kindern und Jugendlichen wieder: Mehr als ein Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund sind jünger als 25 Jahre. Über die Zusammensetzung der in der Bundesrepublik lebenden Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gibt das Statistische Bundesamt ebenfalls Aufschluss.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat in der Publikation „Grunddaten der Zuwandererbevölkerung in Deutschland“ Daten – u.a. Kinder und Jugendliche betreffend - unter verschiedenen Gesichtspunkten zusammengefasst.

 

Schriftgröße:
StartseiteThemenMigration und IntegrationForschung › Bevölkerungsstatistik
© Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej)