Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

FSJ-Projekt "Refugees welcome"

Jana Aumann absolvierte vom 1. September 2013 an ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Politik bei der aej. Zusammen mit Lisa Ebbecke, die ihr FSJ Politik bei der Evangelischen Zeitung in Hannover leistet, konzipierte und organisierte sie das Projekt "Refugees welcome".

Das Projekt: Flüchtlings- und Asylpolitik unter der Lupe

Die Kleiderkammer des Grenzdurchgangslagers
Friedland, das im Zentrum der gemeinsamen
Projektarbeit stand. Foto: aej/Jana Aumann

Im Rahmen meines FSJ bei der aej sollte ich ein eigenständiges Projekt auf die Beine stellen. Thema und Umsetzung waren mir freigestellt. Ich habe mich zunächst dafür entschieden das Projekt mit einer weiteren FSJlerin zu verwirklichen, da uns so mehr Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ich schloss mich mit Lisa Ebbecke zusammen, da wir uns beide für die Flüchtlings- und Asylpolitik in Deutschland interessieren und wir viele Menschen über die aktuell kritische Situation aufklären wollten.

Das Thema Flüchtlings- und Asylpolitik stand schon im Jahr 2013 weit oben im gesellschaftlichen Diskurs. Wir hatten das Gefühl, dass viele Medien nicht ausreichend über die aktuelle Lage berichten und wollten uns ein eigenes Bild zu dem Thema bilden. Unsere Erkenntnisse und Erfahrungen sollten auch andere Menschen erreichen und sie dadurch sensibilisieren. Um ein umfangreiches Bild der Flüchtlings- und Asylpolitik zu bekommen, verbrachten wir viele Tage damit, im Interent zu recherchieren. Wir stießen auf interessante Ansprechpartner und hatten auch einige Termine in Flüchtlingswohnheimen.

Besonders intensiv widmeten wir uns dem Grenzdurchgangslager Friedland. Das Grenzdurchgangslager Friedland, das seit dem 1. Januar 2011 ein Teil und Standort der Landesaufnahmebehörde Niedersachsens ist. Es gilt als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber, bundesweit einzige Erstaufnahmeeinrichtung für Spätaussiedler, Landesaufnahmestelle für jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion und als Erstaufnahmeeinrichtung für UNHCR-Flüchtlinge (Resettlement- und Relocationprogramme).

Informationen über unsere Besuche im Grenzdurchgangslager Friedland

Das Projekt in der Öffentlichkeit: Zeitung und Internet

Wir wollten uns selber ein Bild über die Maßnahmen der Flüchtlings- und Asylpolitik machen. Nach vielen Recherchen, Gesprächen mit Flüchtlingen, Betreuern oder sonstigen Fachkräften unterschiedlicher Einrichtungen, haben wir uns entschieden das Medium Zeitung zu nutzen und dort unsere Erfahrungen darzustellen. Durch die Evangelische Zeitung konnten wir eine bestimmte Interessengruppe erreichen. Da wir auch andere Altersgruppen auf unser Projekt aufmerksam machen wollten, entschieden wir uns bei Facebook ein Online-Tagebuch zu erstellen, in dem wir über unsere anstehenden Termine, Eindrücke und Gefühle berichten.

Die Grundlage des Projekts: Ein Beschluss der aej-Mitgliederversammlung

Die 124. Mitgliederversammlung der aej fasste im Jahr 2013 den Beschluss „Aufnahme von Geflüchteten solidarisch gestalten“. Darin fordert die aej, dass Deutschland als wohlhabender und wirtschaftlich starker Mitgliedsstaat der Europäischen Union mehr Geflüchtete aufnehmen muss. Die aktuelle Praxis der Bundesregierung entspricht nicht den christlichen und menschlichen Werten der aej. Deswegen setzt sich die aej für einen nach den Menschenrechten definierten, menschenwürdigen Umgang mit von Flucht betroffenen Menschen ein. Da ich mich mit dem Thema "Flüchtlingspolitik" während meiner bisherigen Zeit im Bereich Migration und Integration beschäftigt habe, wollte ich meine Arbeit zu dem Beschluss vertiefen.

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