Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Klimagerechtigkeit

Strommasten und Kohlekraftwerk
Foto: Kurt F. Domnik/pixelio.de

Klimawandel ist nicht allein eine Frage des drohenden Klimakollapses. Klimawandel ist vor allem eine Frage der Gerechtigkeit, denn der Ausstoß von Treibhausgasen und der Raubbau an den natürlichen Ressourcen geht vor allem auf Kosten der Menschen in den armen Ländern der Erde.

Die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle kommt nicht nur an ihre Grenzen, weil die Vorräte knapp werden. Sie verursachen das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid.

Klimawandel durch Kohlendioxid

Mit seinem überdurchschnittlich hohen Pro-Kopf-Ausstoß von Kohlendioxid trägt Deutschland als große Industrienation maßgeblich zum Klimawandel bei. Zehneinhalb Tonnen CO2 pro Kopf schleudern die Deutschen jährlich in die Atmosphäre. Damit ist Deutschland wie die anderen Industrienationen auch in besonders hohem Maße für den weltweiten Klimawandel und seine Folgen verantwortlich. Das macht unsere Atmosphäre zur Müllhalde, und die Erde erwärmt sich. Die Folgen: Das Wetter wird immer extremer. Trockenheit und Stürme nehmen zu. Besonders schlimm sind die Länder des Südens betroffen. Dort trocknen ganze Landstriche aus, die Wüsten vergrößern sich und der steigende Meeresspiegel überflutet Regionen. Menschen werden zu Klimaflüchtlingen.

Die Umwelt wird verbraucht

Die Nutzung der Erde als Müllhalde ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist der maßlose Verbrauch dessen, was uns die Erde zur Verfügung stellt. Zu den Ressourcen wird alles gezählt, was uns die Erde zur Verfügung stellt. Dazu gehören die Rohstoffe, aus denen unsere Konsumgüter hergestellt werden, der Boden, auf dem Nahrungsmittel angebaut werden, die Fläche, die von Häusern, Straßen und Plätzen geschluckt wird und die Energie, die unser modernes Leben möglich macht. Den Verbrauch dieser Ressourcen nennen Expert(inn)en Umweltverbrauch. Auch hier herrscht Ungleichheit. 25 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 75 Prozent der Ressourcen unserer Erde. Wir in Deutschland gehören dazu. Mit unserer Art zu leben tragen wir dazu bei, dass die Menschheit insgesamt heute schon mehr verbraucht als die Erde hergibt. Würden alle Menschen so leben wie Europäer(innen), bräuchten wir den Planeten Erde dreimal. Da stimmt etwas nicht, denn alle Menschen haben das gleiche Recht, von den Gütern der Erde zu leben.

Die Evangelische Jugend macht sich mit ihrem umwelt- und entwicklungspolitischen Engagement stark dafür, dass alle Menschen dasselbe Gastrecht auf der Erde genießen, sei es mit Aktionen im fairen Handel, mit dem Umstieg auf Ökostrom, der Orientierung des eigenen Lebens am Leitbild der Nachhaltigkeit und politischen Apellen. Der Anspruch evangelischer Kinder- und Jugendarbeit in dieser Frage ist hoch und es ist noch viel zu tun, damit überall, wo Evangelische Jugend draufsteht auch Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit drin sind.

 

 

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