Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

In Deutschland

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Die Schul- und Bildungspolitik hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Nicht nur der sogenannte PISA Schock hat dazu beigetragen. Das die verschiedenen Bildungseinrichtungen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gekommen sind, ist auch ohne Leistungstests festzustellen. Im Wandel der Zeit und mit den Anforderungen, die dabei an Kinder- und Jugendliche gestellt werden, werden immer mehr Lernleistungen und Kompetenzen gefordert.

 

Welches Wissen und welche Kompetenzen zu einem gelingenden Leben führen, bleibt nicht gänzlich unbeantwortet, aber was in Zukunft wichtig sein wird, kann nur schwer beantwortet werden. Unstrittig ist die Aussicht auf die demographische Entwicklung in Deutschland und das damit jedes Kind und jeder Jugendliche zu einem bedeutenden Teil dieser Gesellschaft wird. Nur wenn es gelingt möglichst vielen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, dann kann ein soziales System, wie wir es in Deutschland haben, weiter bestehen.

 

Bei der Frage wie diese Teilhabe ermöglicht werden kann und wer dazu einen Beitrag leisten kann, gibt es verschiedene Denkrichtungen, die sich in der Schul- und Bildungspolitik niederschlagen. In Deutschland ist die Bildungspolitik in der Verantwortung der Bundesländer. Die Kultus- und Wissenschaftsministerien der Bundesländer haben ihre eigenen Bildungspläne und machen damit ihre eigene Schulpolitik. Vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern ist oft schwierig und auch der Wechsel von schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen von einem Bundesland ins andere ist oft nicht problemlos.

 

Für die Vergleichbarkeit der Bildung in den Bundesländern sorgt auf der Bundesebene die Kultusministerkonferenz (KMK). Nach ihrer Geschäftsordnung kümmert sie sich um Angelegenheiten der Bildungspolitik, der Hochschul- und Forschungspolitik sowie der Kulturpolitik von überregionaler Bedeutung mit dem Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung und der Vertretung dieser. Hierbei kommen die unterschiedlichen Ansichten der politischen Parteien mit zum Tragen, es geht nicht alleine um ein gelingendes Bildungsangebot, sondern auch um partei- und regierungspoltische Interessen.

 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt mit inhaltlichen Schwerpunkten und Aussagen zum Thema Bildung auch Prozesse in Bewegung, die je nach politischer Lage ihren Niederschlag finden. Einer davon ist zum Beispiel das Investitionsprogramm „Zukunft, Bildung und Betreuung“ (IZBB) , in diesem Programm wurden von 2003 bis 2009 vier Milliarden Euro für den Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung gestellt. Seit dem Jahr 2006 wird im Auftrag der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung alle zwei Jahre ein Bildungsbericht erstellt.

Die Internationalen Vergleichsstudien und weitere Ergebnisse der Bildungsforschung werden im BMBF ausgewertet und in bildungspolitischen Handlungen und Strategien umgesetzt.

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