Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Junge Menschen in einer alternden Gesellschaft

Foto: Gerd Altmann/pixelio.de

Der demografische Wandel in Deutschland wird gegenwärtig heiß diskutiert.

Es gilt als sicher, dass die Bevölkerungsgröße insgesamt langfristig zurückgehen wird.

Die aktuell äußerst niedrigen Geburtenraten lassen sich auch durch sinnvoll gestaltete Zuwanderung nicht ausgleichen.

Der Rückgang der Bevölkerungszahlen muss allerdings nicht unbedingt negativ bewertet werden. Aus ökologischer Perspektive könnte er in einem eng besiedelten Land wie Deutschland sogar sinnvoll sein, um die Folgen destruktiver Erscheinungen wie Ressourcenverbrauch, Verkehrsaufkommen, Naturzerstörung und Zersiedelung abzumildern oder gar diese Prozesse umzukehren. Es ist nicht auszuschließen, dass ein Bevölkerungsrückgang auch Chancen zu einer Steigerung von Lebensqualität und von sozialen Qualitäten bietet.

In einer „Gesellschaft im Übergang“ birgt der Wechsel von einer Zunahme zur Abnahme der Bevölkerung allerdings ein erhebliches Problempotential in sich: Demografische Veränderungen dieser Art bedeuten nicht nur eine Verringerung der absoluten Bevölkerungszahlen, sondern auch Verschiebungen der quantitativen Verhältnisse von Bevölkerungsgruppen und zwischen den Generationen.

Betroffen sind die Kirchen: die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt überproportional. Betroffen ist aber vor allem die jüngere Generation: Der Anteil junger Menschen unter 20 Jahren könnte sich bis zum Jahr 2020 fast halbieren, während die Zahl der Älteren sich verdoppelt.

Dies hat unter Anderem gravierende Folgen für die sozio-ökonomische Situation junger Menschen, für ihre Beziehungsmuster in Familien und Gleichalterigengruppen und für ihren Stellenwert in unserer Gesellschaft. Für die evangelische Kinder- und Jugendarbeit ergeben sich daraus recht unterschiedliche Konsequenzen.

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