Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Daphne III

Foto: aej/M. Seehaus

Das Programm Daphne III (2007 bis 2013) ist von der EU für die Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen aufgelegt worden. Es befindet sich bereits in der dritten Programmgeneration.

Das Programm soll einen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinschaftspolitik, speziell in den Bereichen öffentliche Gesundheit, Menschenrechte und Gleichstellung von Frauen und Männern, sowie zu Maßnahmen zum Schutz der Rechte von Kindern und zur Bekämpfung von Menschenhandel sowie sexueller Ausbeutung leisten.

Das spezifische Ziel des Programms ist es, zur Verhütung und Bekämpfung jeglicherForm von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen im öffentlichen oder privaten Bereich, einschließlich der sexuellen Ausbeutung und des Menschenhandels, durch Präventionsmaßnahmen sowie Unterstützung und Schutz von Opfern und gefährdeten Gruppen beizutragen.

Gefördert werden z. B. Projekte zum Austausch bewährter Praktiken oder zur Erprobung von Erziehungsmaterialien; inhaltliche Prioritäten sind u. a. Gewalt in den Medien und häusliche Gewalt.

In der Regel finden jährliche Programmausschreibungen statt, für die ein besonderer Aufruf (Call) erfolgt. Vorangegangene Einreichfristen lagen im April, so dass man sich für künftige Ausschreibungen daran orientieren kann. Die Anträge müssen bei der Exekutivagentur in Brüssel eingereicht werden. Für die letzte Ausschreibung standen ca. 28,9 Millionen Euro für die EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung.

Die relevanten Ausschreibungsdokumente stehen auf der Webseite der Generaldirektion Justiz und Inneres der Europäischen Kommission. Da die Zielsetzung des Programms von Ausschreibung zu Ausschreibung  nur wenige Akzentverschiebungen erfährt, können anhand dieser Dokumente Projekte für zukünftige Ausschreibungen entwickelt werden.

Das Programm verlangt die Kooperation von mindestens zwei Mitgliedsstaaten. Darüber hinaus müssen Projekte eine Laufzeit von 12 bis 24 Monaten aufweisen. Für 12-monatige Projekte werden Fördergelder in Höhe von € 75.000 bis € 300.000 gewährt, für eine 24-monatige Laufzeit € 150.000 bis € 600.000. Die Förderung der EU beträgt dabei 80 Prozent.

Im Zuge der aktuellen Diskussion um die Prävention von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Schutzkonzepten in der Evangelischen Jugend, könnte dieses Programm Finanzierungsmöglichkeiten in größerem Maß bieten.

Die aej bietet einmal jährlich ein zweitätiges Förderinfoseminar für die zentral verwalteten europäischen Förderprogramme an – u. a. "Europa für Bürgerinnen und Bürger". Das Seminar gibt wertvolle Hilfestellungen für die Konzeptentwicklung eines Antrags und die eigentliche Antragstellung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich mit Antragsteller(inne)n aus der Evangelischen Jugendarbeit zu vernetzen.

 

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