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Geringfügige Beschäftigung

Foto: thosch66

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt höchstens € 400 im Monat beträgt. Arbeitgeber müssen für diese Beschäftigten pauschale Sozialversicherungsbeiträge abführen. Dies sind 15 Prozent des Arbeitsentgelts für die gesetzliche Rentenversicherung, sofern der geringfügig Beschäftigte der Rentenversicherungspflicht unterliegt. Der pauschale Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 13 Prozent ist nur dann zu entrichten, wenn der geringfügig Beschäftigte bereits in der gesetzlichen Krankenversicherung (z. B. wegen seiner Beschäftigung im Hauptberuf, als Familienversicherter oder als Rentner) versichert ist. Für den Arbeitnehmer besteht die Möglichkeit, den Rentenbeitrag um einen Eigenbeitrag zu ergänzen, um Rentenansprüche zu erwerben.
Neben den Sozialversicherungsbeiträgen werden Lohnsteuer und Umlagen für die Lohnfortzahlungsversicherung fällig. Arbeitgeber müssen die Arbeitnehmer zur gesetzlichen Unfallversicherung anmelden und die Beiträge dafür entrichten.

Kurzfristige Beschäftigung

Die Tätigkeit der so genannten Saisonbeschäftigungen ist zeitlich auf längstens zwei Monate oder höchstens 50 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt. Bei dieser Beschäftigung werden keine Sozialversicherungsbeiträge fällig, wenn der Arbeitgeber eine Pauschalsteuer in Höhe von 25 Prozent an das zuständige Finanzamt entrichtet. Es wird jedoch vorausgesetzt, dass die Beschäftigung entweder vertraglich oder nach der Art des Beschäftigungsverhältnisses zeitlich begrenzt ist. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt allerdings nicht mehr vor, wenn die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung € 400 übersteigt.

Der Begriff „Geringfügigkeitsgrenze“

... nach den "Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der gesetzlichen Rentenversicherung" des Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Die Geringfügigkeitsgrenze (in der Krankenversicherung, Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten sowie in der Arbeitslosenversicherung) ist der Grenzwert für die Versicherungsfreiheit in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung. Übersteigt das Arbeitsentgelt diesen Betrag nicht, liegt Versicherungsfreiheit vor, wenn die Beschäftigung regelmäßig weniger als 15 Stunden wöchentlich ausgeübt wird. Versicherungsfreiheit in der Krankenversicherung hat zur Folge, dass die Beschäftigung nicht zur Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung führt.
Die Geringfügigkeitsgrenze liegt aktuell bei € 400,-.

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