Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Welche Seite stellt den Antrag?

Der Antrag auf Förderung eines deutsch-französischen Projekts kann immer nur von einer der beiden beteiligten Organisationen gestellt werden. Einziger Ausnahmefall sind Tandem-Sprachkurse. Somit wäre gleich am Anfang zu klären, welche Seite die Förderung beantragt und den Zuschuss erhält. Dieser Punkt ist in den Richtlinien-DFJW geregelt. Das entscheidende Kriterium für die Frage der Zuständigkeit ist die Art der Unterbringung der Teilnehmenden während der Maßnahme. Das DFJW unterscheidet diesbezüglich zwei Arten von Programmen:

  • Programme am Ort des Partners: Bei dieser Programmart gibt es nur für die anreisende Gruppe eine externe Unterbringung, während die Teilnehmer der gastgebenden Gruppe zu Hause übernachten. Die Förderung beschränkt sich hier auf die anreisende Gruppe – und zwar bei allen in Frage kommenden Förderpositionen. Liegt der Programmort in Frankreich, so wird die deutsche Gruppe gefördert und dementsprechend stellt der deutsche Träger den Antrag und erhält die Förderung.
  • Programme am Drittort: Bei dieser Programmart gibt es für beide Gruppen eine gemeinsame Unterbringung an einem neutralen Ort, der sich durchaus in unmittelbarer Nähe des Sitzes einer der beiden beteiligten Organisationen befinden kann. Entscheident ist nicht die Geographie, sondern die gemeinsame Unterbringung. Gefördert werden hier beide Gruppen, auch bezüglich der Fahrtkosten. Liegt der Drittort in Deutschland, stellt der deutsche Träger den Antrag für die Förderung beider nationaler Gruppen.

Deutsche Organisationen, die dem evangelischen Bereich zuzurechnen sind, stellen ihren Antrag im Zuge des Zentralstellenverfahrens über die aej.

Für Programme am Ort des Partners in Deutschland und am Drittort in Frankreich stellt die französische Seite den Antrag. Der französische Partner muss dann die Frage klären, ob für ihn ebenfalls ein Zentralstellenverfahren angezeigt ist oder ob er seinen Antrag direkt beim DFJW stellt. Französische Träger aus dem evangelischen Spektrum wenden sich diesbezüglich bitte an den UCJG.
 

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