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26.08.2015 18:05 Alter: 332 days

Wir wollen eine vielfältige und bunte Gesellschaft


Demo für den Schutz von Geflüchteten in Heidenau. Foto: flickr/Caruso Pinguin (CC BY-NC 2.0)

Der Vorsitzende der Evangelischen Jugend in Bayern verurteilt die jüngsten Ausschreitungen gegen Flüchtlinge

(Nürnberg, 26.8.2015) Der Vorsitzende der Evangelischen Jugend in Bayern, Patrick Wolf, verurteilt die gewalttätigen Übergriffe und Ausschreitungen gegen Flüchtlinge und Asylsuchende aufs Schärfste. Die Menschen, die eine derartige Stimmung verbreiten, sind nicht die Stimme des Volkes und schon gar nicht der jungen Generation, ist der Vorsitzende überzeugt. „Ich bin über die tagtäglichen Nachrichten erschüttert und finde, dass ordnungspolitische Kräfte und die Gesellschaft ein deutliches Gegenzeichen setzen sollten.“

„Junge Menschen wünschen sich eine vielfältige und bunte Gesellschaft, die respektvoll und tolerant miteinander umgeht“, sagt Patrick Wolf. Dazu passen keine Hassbotschaften, wie sie auf Facebook-Seiten zu lesen sind und auch keine verbalen und körperlichen „Demonstrationen“ vor den Unterkünften. „Als Vertreter der Evangelischen Jugend in Bayern distanziere ich mich im Namen unserer Jugendlichen von solchen übergriffigen Handlungen und Äußerungen.“

Menschen, die aus den Krisengebieten fliehen, suchen bei uns Schutz. „Das müssen wir als so reiches Land gewährleisten.“ Als Gesellschaft sollten wir an einem Strang ziehen und schnell Hilfe leisten. Die Landesjugendkammer der Evangelischen Jugend in Bayern engagiert sich seit über zwei Jahren unter dem Motto „Flüchtlinge brauchen Freunde“ u. a. jugendpolitisch für die Verbesserung der Lebenssituation junger Flüchtlinge. Die politische Diskussionen, um das „Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“ will der Jugendverband konstruktivkritisch begleiten.

Bereits 1988 verurteilte die Landesjugendkammer gewalttätige Ausschreitungen gegen Flüchtlinge, Asylsuchende und Ausländer/-innen. „Wir haben es in der Hand“, sagt Patrick und erinnert an den Beschluss vor knapp 30 Jahren. Darin verpflichteten sich die Delegierten des höchsten beschlussfassenden Gremiums in der evangelischen Jugendarbeit, sich für die Verstärkung von Aktivitäten zur Teilhabe ausländischer Jugendlicher am gesellschaftlichen Leben sowie in die Jugendverbandsarbeit einzusetzen. „Das gilt für uns auch noch heute“, so der Vorsitzende.

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Christina Frey-Scholz
Öffentlichkeitsarbeit
Amt für Jugendarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (AfJ)
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Referentin für Europäische Jugendpolitik und Integration/Migration
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