Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

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01.12.2015 10:37 Alter: 237 days

aej-Pressemitteilung 12/2015 Friedenspolitische Maßnahmen angesichts terroristischer Anschläge


aej-MV 2015 in Rothenburg, Foto: aej

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. macht sich in Anbetracht der aktuellen Präsenz terroristischer Anschläge weltweit für friedensfördernde politische Maßnahmen stark:

  1. Gerechtigkeit und Freiheit sind Eckpfeiler einer gesellschaftlichen Ordnung, die Menschen eine Perspektive für ein Leben ohne Gewalt ermöglicht. Die aej stellt fest, dass Terrorismus vielschichtige Ursachen hat und es entsprechend vielschichtiger Antworten zur Wiedererlangung von Sicherheit und Frieden für die Menschen bedarf. Maßnahmen zur Prävention von Radikalisierung und Gewaltbereitschaft müssen Hand in Hand gehen mit der nachhaltigen Stärkung und Förderung zivilgesellschaftlicher Organisationen.

  2. Die aej fordert daher die verstärkte Durchführung von Initiativen, die gesellschaftlicher Ungleichheit entgegentreten, gleichberechtigte Partizipation aller gesellschaftlichen Gruppen ermöglichen und alle Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bekämpfen. Die aej hat seit vielen Jahren in diesem Sinne gewirkt und tut dies auch weiterhin im Rahmen ihrer Projekte und Aktivitäten.

  3. Die aej unterstützt eine Politik der zivilen Konfliktbearbeitung. Sie unterstreicht ihre Positionen, die sie mit dem Beschluss „Mut aufbringen - Frieden stiften. Friedenspolitische Thesen der Evangelischen Jugend in Deutschland“ im Rahmen der Mitgliederversammlung 2014 gefasst hat, und verurteilt die völlig unzureichende Kontrolle von Waffenexporten. Kriegerische Maßnahmen sind auch als Ultima Ratio grundsätzlich zu hinterfragen.

  4. Die aej fordert in der politischen Debatte die strikte Trennung von Fragen der Terrorismus-Prävention und der Zuwanderung von Geflüchteten aus Kriegsgebieten nach Deutschland. Sie sieht in der Untergrabung freiheitlich-demokratischer Werte wie dem Recht auf Asyl oder der starken Einschränkung und Kontrolle öffentlichen Lebens keine Lösung der Sicherheitsproblematik.

Hannover, 27. November 2015
aej-Vorstand

Martin Weber, aej
1. Dezember 2015
Zeichen: 2.013

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) ist der Zusammenschluss der Evangelischen Jugend in Deutschland. Als Dachorganisation vertritt die aej die Interessen der Evangelischen Jugend auf Bundesebene gegenüber Bundesministerien, gesamtkirchlichen Zusammenschlüssen, Fachorganisationen und internationalen Partnern. Ihre derzeit 33 Mitglieder sind bundeszentrale evangelische Jugendverbände und Jugendwerke, Jugendwerke evangelischer Freikirchen und die Kinder- und Jugendarbeit der Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Acht evangelische oder ökumenische Verbände, Einrichtungen und Fachorganisationen sind als außerordentliche Mitglieder angeschlossen. Die aej vertritt die Interessen von ca. 1,35 Millionen jungen Menschen.

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