Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Praxisbeispiele

Foto: Takeshi Otani/aes

Die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten von Jugendarbeit und Schule füllen inzwischen verschiedene Arbeitshilfen und „Best-Practice“ Ordner. Die Vielfalt und auch die Unterschiedlichkeit der Kooperationen sprechen für die Situation, dass jede Schule und auch jeder Kooperationspartner unterschiedliche Bedürfnisse, Möglichkeiten und Schwerpunkte in der Kooperation setzt.

Für eine Kooperation im außerschulischen Bereich eignen sich gut Seminarangebote mit verschiedenen Ausrichtungen. Es können Tage der Orientierung (weitere Bezeichnungen sind Reflexionstage, Klassentagungen, Besinnungstage, Tage Ethischer Orientierung, Einkehrtage oder auch Reflexions- und Orientierungstage) sein, Seminare für Schülervertretungen oder Seminare zu bestimmten Themen, die die Schüler(innen) betreffen. Diese Angebote finden an einem dritten Ort in der Verantwortung des außerschulischen Kooperationspartners statt. Die Schüler(innen) können im Klassenverband, aber auch Klassen- und Jahrgangsübergreifend teilnehmen.
Diese Angebote finden in Absprache mit der Schule und dem Kooperationspartner statt. Das heißt für beide Seiten eine hohe Flexibilität in der Zusammenarbeit und über diesen Termin hinaus gibt es keine weiteren Verpflichtungen der jeweiligen Kooperationspartner.

Die Einrichtung eines Schülercafés, einer Hausaufgabenhilfe, eines Beratungsangebotes oder ähnlich kontinuierlicher Angebote innerhalb oder außerhalb vom Schulgebäude, bedeutet eine höhere Verpflichtung, aber natürlich auch eine längerfristige Planungssicherheit für beide Kooperationspartner.

Für Angebote, die innerhalb des „Schulalltags“ intergiert sind, wie Projektwochen, AG Angebote, Betreuungsangebote im Freizeitbereich oder die Mitarbeit bei Unterrichtsprojekten, ist zu beachten, dass man als außerschulischer Kooperationspartner seine Methoden und Kompetenzen mit einbringt, aber die Bedingungen von Schule einen maßgeblichen Einfluss auf die Durchführung haben.

Bei allen Praxisbeispielen ist es gut sich Anregungen und Hilfen für die eigene Praxis zu holen. In der konkreten eigenen Durchführung ist es aber am besten, die Kooperation auf die Bedingungen und Bedürfnisse vor Ort abzustimmen und immer wieder auch zu reflektieren, nicht nur mit den Kooperationspartnern, sondern auch mit den Schüler(innen).

Die Kooperationen können auch mehr als nur zwei Kooperationspartner haben. Es spricht vieles dafür im Sozialraum der Schule und der Schüler(innen) nach potentiellen Kooperationspartnern zu suchen, denn die Vielfalt der Schüler(innen) sollte sich auch in der Vielfalt der Kooperationen wiederfinden.

 

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