Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Jugendstudien

Grafik Religiöse Kulturen aus Shell-Studie 2010
Quelle: Shell-Studie 2010

Ehrenamtlich und hauptberuflich Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit, Pädagogen und Pädagoginnen, Eltern und Politiker(innen), Wirtschaft und Medienmacher – sie alle und noch viel mehr wollen wissen, „wie Jugendliche ticken“.

Die Motivationslagen sind unterschiedlich und oft genug von eigenen Interessen bestimmt: Wirtschaft und Medien, aber auch Kirche und Jugendarbeit wollen wissen, wie sie mit ihren Produkten und Angeboten Kinder und Jugendliche „erreichen“. Andere wollen mit ihnen effektiv und pädagogisch wertvoll umgehen. Manchmal ist das Motiv auch schlichte Neugier oder Angstreduzierung vor Jugendlichen als „unbekannten Wesen“.

Der Markt ist entsprechend groß und folgerichtig erscheint in Deutschland regelmäßig eine Vielzahl von Jugendstudien: Einerseits Panoramastudien, die die Lebenslagen, Lebenswelten und Lebensansichten junger Menschen in ihrer Breite erfassen wollen; den höchsten Bekanntheits- und wohl auch Wirkungsgrad haben hier die derzeit im Rhythmus von ca. 4 Jahren neu aufgelegte „Shell Jugendstudien“. Hinzu kommt andererseits eine große Zahl von Studien mit eingegrenzten und speziellen Fragestellungen.

Jugend im Verband

Für die Evangelische Kinder- und Jugendarbeit sind neben der Lebenslagenforschung besonders interessant die Studien zur Religiosität Jugendlicher, zur Jugendverbandsforschung bzw. zur Lage und Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit. Speziell dieser Thematik hat sich im evangelischen Bereich die große Studie der aej „Jugend im Verband“ gewidmet, die die Evangelische Jugend empirisch untersucht hat. Aktuell ist die Untersuchung von Thomas Rauschenbach und anderen, die die Lage und Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg untersucht, deren Ergebnisse und Prognosen aber bundesweite Relevanz haben.

Jugendstudien wollen und sollen kritisch gelesen werden.

Ein vornehmes Kriterium zur Beurteilung und zur Auseinandersetzung ist neben sachlich-fachlicher Kompetenz und Korrektheit gewiss dieses: ob die Studien den Interessen von Kindern und Jugendlichen folgen und ob sie methodisch und inhaltlich eine subjektorientierte Perspektive einnehmen.

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