Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Treffpunkt Erlebnispädagogik

Planungsskizze: youngPOINTreformation (Perspektive Ost)

„Glauben ist wie fliegen“ – Die Übersetzung der Botschaft des Evangeliums und ihrer zentralen Inhalte in die Lebenswelt bestimmter Personengruppen ist immer schon eine Aufgabe der protestantischen Kirche gewesen. So konnten ethische und gesellschaftliche Impulse immer wieder universell aktualisiert werden.

Der youngPOINTreformation (yPr) schafft Räume, in denen Jugendliche sich erfahren und ausdrücken können. Wenn Jugendlichen die Gelegenheit gegeben wird, sich einen Raum gewissermaßen anzueignen, bleibt das Ziel im Blick: ihnen zu ermöglichen, ihren Grenzen und Möglichkeiten auf die Spur und mit sich und anderen in Kontakt zu kommen sowie andere Perspektiven auf das Leben und die Themen des yPr zu entdecken. Es ist wichtig und ganz entscheidend, Jugendliche bei dieser Suche nicht allein zu lassen, sondern ihnen im Dialog zur Verfügung zu stehen, um über das eigene Le-ben sowie ethische und gesellschaftliche Fragen ins Gespräch zu kommen.

Die erlebnispädagogisch ausgerichtete Kletterinstallation im yPr eröffnet neue Perspektiven, außen wie innen.

Menschen in Bewegung
Das Konzept des Treffpunkts Erlebnispädagogik ist eine Verbindung von erlebnispädagogischen, spirituellen und räumlichen Elementen in einer Beziehung zum eigenen Leben der Besucher(innen) und den Perspektiven des reformatorischen Denkens. Somit verdeutlich und wertschätzt das erlebnispädagogische Raumkonzept den sakralen Charakter des yPr-Raumes und motiviert zu einem Perspektivwechsel.

Der Handlungsbereich des Treffpunkts Erlebnispädagogik lädt Gruppen, Schulklassen und Einzelbesucher(innen) ein, sich den Bereich des yPr als handelnder Mensch zu erschließen. Der inklusive Charakter des gesamten Settings entsteht dadurch, dass die Besucher(innen) sich den Raum und das Angebot mit ihren individuellen Möglichkeiten erschließen, erfahren, erleben und gestalten. Es werden Elemente speziell für Menschen mit Körperbehinderung entwickelt. Körperliche und menschliche Eigenarten werden als Chance der verschiedenen Wege erfahrbar.

Um das Setting des Treffpunkts Erlebnispädagogik meistern zu können, erfordert es Vertrauen, Wagnisbereitschaft, Neugier und Mut. Die Teilnehmer(innen) erleben unmittelbar, wie Hindernisse überwunden werden können, dass sie gehalten werden, und was es bedeutet, Vertrauen zu haben oder auch selbst Halt und Hilfe für andere zu sein.

Dadurch können Brücken zum Leben der Teilnehmer(innen) geschlagen werden, da sie diese Erfahrungen in der heutigen Zeit und im Alltag immer wieder finden können.
Das erlebnispädagogische Konzept sieht folgende verschiedene Module vor:

  • sozialkooperatives Handeln im und um den Kirchraum und das Umfeld
  • Kletter- und Hochseilelemente zwischen den Gerüsttürmen
  • spirituelle Übungen mit und im Raum

Alle Module sind gekennzeichnet durch Begleitung, Anleitung, Reflexion und verschiedene Methoden des Transfers in die Alltagswelt der Teilnehmenden. Insofern wird die Erfahrung des Tragens und Getragenwerdens universell und öffnet allen Menschen im Treffpunkt Erlebnispädagogik neue Perspektiven.

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