Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Interkulturelles Lernen als „Roter Faden“

Mit Kindern auf dem Weg nach Europa

Der Fachtag „Mit Kindern auf dem Weg nach Europa“ gab Informationen zur internationalen Begegnungsarbeit mit Kindern.

Rund 15 Fachkräfte der Evangelischen Jugend kamen am 20. Oktober 2010 zu einem Fachtag zur Internationalen Begegnungsarbeit mit Kindern zusammen. Die vorwiegend aus Bayern und Sachsen angereisten Fachkräfte informierten sich zu Theorie und Praxis der Begegnungsarbeit mit Kindern. Die Veranstalter – die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej), das Amt für Jugendarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (ejb) und Tandem – Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch zeigten konkrete Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten auf.

Kultur und Begegnung

Interkulturelles Lernen wird ein immer wichtigerer Baustein im Großwerden von Kindern. Das Thema „Internationale Begegnungsarbeit“ mit Kindern gewinnt daher an Bedeutung. Der Fachtag sollte Praktiker(inne)n aus der Arbeit mit Kindern und aus der internationalen Arbeit in konzentrierter Form die Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten für internationale Kinderbegegnungen vermitteln. Welche interkulturellen Lernmöglichkeiten Kinderbegegnungen bieten, stellten Barbara Rink und Isabelle Krok vor. Die beiden Wissenschaftlerinnen schließen aktuell die Studie „Interkulturelle Kompetenz durch internationale Kinderbegegnung“ des Deutschen Jugendinstitutes München ab. Isabell Krok trat allen Zweifeln, ob internationale Kinderbegegnungen sinnvolle Lernorte für Kinder seien entschieden entgegen: „Wenn Kinder sich verständigen können und sich trauen, fangen sie von ganz allein an, interkulturelle Lernerfahrungen zu machen.“ Wichtig ist dafür ein entsprechender pädagogischer Rahmen, der Kindern Sicherheit und Struktur gibt. Barbara Rink forderte auf, dies ernst zu nehmen: „Interkulturelle Lerngelegenheiten müssen tatsächlich der rote Faden der Maßnahmen sein“.

Praxis und Förderung

Praktische Informationen zu den Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten der Bundesebene bilden den weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung. Der Bereich der deutsch-tschechischen Begegnungsarbeit stand dabei exemplarisch im Mittelpunkt. Thomas Rudner, Leiter von „Tandem“ stellte das Projekt „Von klein auf/Odmalicka vor und erläuterte Antragsverfahren und Wege der Partnersuche. Gabriele Jahn von der aej-Geschäftsstelle ergänzte dies um die Fördermöglichkeiten der anderen internationalen Jugendwerke.

Uli Geißler vom Amt für Jugendarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern zog am Ende ein positives Fazit der Veranstaltung. Kinderbegegnungen sind gute Angebote, sofern der „Rote Faden“ des interkulturellen Lernens konsequent verfolgt wird. Positiv bewertete er auch die sich langsam verbessernden Fördermöglichkeiten. „Beides“, so Uli Geißler, „ist ein guter Ausgangspunkt für ein Wachsen dieses neuen Arbeitsgebietes in der Evangelischen Jugend“.

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