Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Gesellschaftliche, politische und rechtliche Grundlagen der Kinder- und Jugendarbeit

Staunendes Kind
Foto: KreaLiv/jugendfotos.de

Kinder- und Jugendarbeit findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie ist ein gesellschaftliches Subsystem und trägt zum Funktionieren von Gesellschaft bei. Daher ist sie abhängig von den gesellschaftlichen Verhältnissen und Umständen, in denen sie angeboten wird. Ausdruck finden diese Verhältnisse in den politischen Diskursen und den sich hieraus ergebenen rechtlichen Normen, die die Grundlage der alltäglichen Kinder- und Jugendarbeit bilden.

Die gesellschaftlichen Verhältnisse führen immer wieder zum politischen Handeln. Die Erhebung und Erörterung gesellschaftlicher Veränderungen findet statt in Studien der Regierung, in Kinder- und Jugendberichten und auch in parlamentarischen Prozessen wie Anfragen usw.

Zentrales Gesetzeswerk für die Kinder- und Jugendarbeit ist das Achte Sozialgesetzbuch (SGB VIII), das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG).

Die starke Betonung der Kinderrechte zeichnet die Arbeit mit Kindern aus, die ein eigenständiges Arbeitsfeld in der Evangelischen Jugend bildet. Immer wichtiger als politisches Leitmotiv wird die Verpflichtung zur vollen Umsetzung der Kinderrechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention niedergelegt sind.

Die Bundespolitik hat in Deutschland den verfassungsmäßigen Auftrag, für die Gleichwertigkeit aller Lebensverhältnisse zu sorgen. In strukturschwachen Räumen – etwa in Ostdeutschland wird dies zu einer immer größeren Herausforderung.

Angebote der Kinder- und Jugendarbeit erhalten und weiterentwickeln

Im November 2011 beschloss der Vorstand der der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) folgendes Positionspapier:

„Kinder- und Jugendarbeit unter Gestaltungsdruck. Zur Notwendigkeit, Angebote der Kinder- und Jugendarbeit zu erhalten und weiterzuentwickeln“

Kinder- und Jugendarbeit im Spannungsverhältnis widersprüchlicher Anforderungen Kinder- und Jugendarbeit sieht sich zunehmend paradoxen Erwartungen und Anforderungen ausgesetzt. Die demographische Entwicklung führt zu einem geringer werdenden Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung, so dass diese politisch immer weniger Beachtung finden. Fachliche Angebote sowie die Interessenvertretung für diese Altersgruppe durch Kinder- und Jugendarbeit drohen deshalb ins politische Abseits zu geraten. Demgegenüber wird die nachwachsende Generation immer bedeutsamer, sie wird die Zukunftsaufgaben der Gesellschaft zu lösen haben. Deshalb steht die Ausschöpfung aller Bildungsreserven hoch im Kurs.

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