Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Die Workshops

Workshop 1

Lokale Kooperationen mit Migrantenorganisationen

Im bundesweiten aej-Projekt „TANDEM-Vielfalt gestalten!“ werden an zehn Standorten lokale Kooperationen zwischen evangelischer Jugend und Migrantenorganisationen gebildet. Zwei davon werden im Workshop präsentiert: Wie kann man Kooperationen aufbauen und entwickeln? Wie wirken Kooperationen? Welche Herausforderungen müssen gemeistert werden? Die Praxisbeispiele werden von Stefan Metzger wissenschaftlich fundiert.

Moderation: Stefan Metzger, Doktorand der Uni Münster, Mitautor der Studie „Kooperation mit Migrantenorganisationen“.

Mitwirkende: Bernd Schäckermann (CVJM Wuppertal-Oberbarmen) und
Carsten Waldminghaus (VCP Land Westfalen).

Beispiele: CVJM Wuppertal-Oberbarmen in Kooperation mit dem Türkischen Kultur- und Bildungszentrum Wuppertal und VCP Land Westfalen in Kooperation mit dem Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen in Deutschland/ Osman Gazi Moschee.

Workshop 2

Bewährtes und Neues zusammenbringen - für alle ein Gewinn!

Strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen für die interkulturelle Öffnung

Die Etablierung von Organisationen und Vereinen junger Migrant(inn)en (VJM) als Anbieter und Träger von Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit hat in den letzten Jahren einen enormen Entwicklungsschub genommen. VJM sind an vielen Orten tätig und bereits Teil der Jugendarbeitsstrukturen geworden z.B. in Jugendringen. VJM stoßen jedoch „mit ihren Besonderheiten“ noch oft an Grenzen: An Vorgaben und Kriterien, die ihnen gleiche Teilhabe an Strukturen und damit verbunden auch an finanzieller Förderung erschwert. Der Workshop wird der Frage nachgehen, welche Veränderungen und Entwicklungen notwendig sind, um den Herausforderungen der Migrationsgesellschaft gerecht zu werden und gleichzeitig keine Konkurrenzen zwischen etablierten Verbänden und VJM zu schaffen. Dazu stellen zwei VJM ihre Situation, Sichtweise und Bedarfe vor. Ebenfalls wird der Bayerische Jugendring seine Diskussion der Veränderungsbedarfe mit ihren Ergebnissen präsentieren und ein Vertreter des BMFSFJ wird die Überlegungen zur KJP-Reform des Bundes, die u.a. VJM erleichterte Zugänge verschaffen sollen, vorstellen.

Moderation: Doris Klingenhagen (aej).

Mitwirkende: Hüseyin Mestan (Islamische Jugend in Bayern), Sevcan Dogan (Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland), Michael Schwarz (Bayerischer Landesjugendring), Ralf Harnisch (BMFSFJ).

Workshop 3

Ein Jahr für mich – ein Jahr für andere: Freiwilligendienst in Vereinen junger Migrant(inn)en

Freiwillige Dienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD) bieten Jugendlichen die Möglichkeit der beruflichen Orientierung, der Überprüfung eigener Zukunftsvorstellungen und persönlicher Erwartungen. Für Vereine junger Migrant(inn)en (VJM) bieten sie die Chance, Unterstützung für ihre Arbeit zu bekommen. Im Rahmen des Projekts „Engagiert statt abgehängt – Freiwilligendienste in VJM“ entstehen solche Freiwilligenplätze. Sie werden eingerichtet und pädagogisch begleitet von evangelischen Freiwilligendienstträgern. Der Workshop richtet sich an alle, die sich für die Einrichtung solcher Freiwilligenplätze interessieren. Er bietet grundlegende Informationen, anregende Praxisbeispiele und hilfreiche Materialien: Wo findet man Kontakte und Informationen? Mit welchen Schwierigkeiten ist zu rechnen? Und wer soll das alles bezahlen?

Moderation: Katharina Kühnle (aej-Projektleiterin „Engagiert statt abgehängt – Freiwilligendienste in Vereinen junger Migrant(inn)en“) unter Mitwirkung von Projektpartnern.

Workshop 4

Interreligiösen Dialog gestalten

Beispiele der Zusammenarbeit christlicher und muslimischer Jugend

In Deutschland leben etwa vier Millionen Muslim(inn)en, der Islam bildet nach dem Christentum die zweitgrößte Religion. Der gemeinsame Stammvater Abraham verbindet Menschen christlichen und muslimischen Glaubens - und bildet gute Anknüpfungspunkte für einen Dialog zwischen evangelischen und muslimischen Jugendgruppen. Anhand von Praxisbeispielen aus dem aej-Projekt „Dialog und Kooperation“ beschäftigen wir uns mit folgenden Fragen: Wie lassen sich Dialogaktivitäten aufbauen und entwickeln? Welche Methoden können eingesetzt werden? Welche Herausforderungen müssen gemeistert werden? Und was kann der interreligiöse Austausch zur Weiterentwicklung der eigenen Jugendarbeit und zur Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft beitragen?

Moderation: Assia El-Mahmoud (Muslimische Jugend in Deutschland) und Michael Glatz (ehem. aej-Projektleiter „Dialog und Kooperation – mit Kindern und Jugendlichen aus islamischen Glaubensgemeinschaften“).

Workshop 5

Jugendgruppenleiterschulungen als Instrument zur interkulturellen Öffnung und Vernetzung von Jugendverbänden und Vereinen junger Migrant(inn)en

Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft bedarf besonderer Kompetenzen und Qualifikationen. Dies gilt in besonderer Weise für die Aktivitäten der Kinder- und Jugendarbeit, deren Gelingen wesentlich von der Qualifizierung ihrer vielfach auch ehrenamtlich tätigen Akteure abhängt. Im Workshop werden Beispiele von interkulturellen Juleica-Schulungen unter folgenden Fragestellungen vorgestellt: Wie kann interkulturelle Qualifizierung und Sensibilisierung im Rahmen von Juleica-Schulungen gestaltet werden? Wie werden Juleica-Schulungen weiterentwickelt? Welche Chancen und Herausforderungen bietet derzeit eine Juleica-Schulung für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund? Es wird außerdem aufgezeigt, dass die gemeinsame Durchführung von Jugendgruppenleiterschulungen nachhaltige Vernetzungspotentiale zwischen Migrantenjugendorganisationen und Jugendverbänden birgt.

Moderation: Jens Buschmeier (Arbeitskreis Jugend Essen) und Kerstin Kutzner (Landesjugendring NRW)

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