Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Rio+20: Was geht's uns an?

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff eröffnet die
Konferenz. Foto: Flickr/Blog do Planalto | CC BY-SA 2.0)

Zwanzig Jahre nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro blickt die Welt 2012 erneut nach Rio. Unter dem Titel „Rio+20“ treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Welt vom 20. bis 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro, Brasilien, um erneut Anlauf für eine global nachhaltige Entwicklung zu nehmen.

„Rio+20“ wird die bisherige Arbeit bilanzieren und die Aufgaben für die Zukunft formulieren. Dazu gehört die Erneuerung politischer Verpflichtungen für nachhaltige und die Bewältigung der Finanzkrise, Ernährungskrise, Klimakrise und Ressourcenkrise. Schwerpunktthemen sind der Ausbau einer Green Economy im Kontext von nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung und die Schaffung des institutionellen Rahmens für nachhaltige Entwicklung.

Mit der Aktion "Green-Hand-Day" macht die Evangelische Jugend öffentlich auf die UN-Konferenz Rio+20 aufmerksam und erinnert alle – jede und jeden Einzelnen und ganz besonders die Entscheidungsträger(innen) in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – an ihre Verantwortung für den Schutz des Klimas und für soziale Gerechtigkeit.

Die Befürchtungen im Vorfeld von Rio+20 werden bestätigt. Es gibt keine verbindlichen Beschlüsse, sondern lediglich ein „weichgespültes“ Abschlussdokument. Die Bundeskanzlerin reist nicht nach Rio und die Medien berichten lapidar, denn Fußball-EM und Eurokrise stehen im Mittelpunkt öffentlichen Interesses.

Die Ökumenischen Riotagungen 1 und 2

Ökumenische Riotagung 1. Foto: Karsten Schulz

Im Februar und Oktober laden die aej und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zu den Ökumenischen Riotagungen 1 bzw. 2. ein. Die Konferenzen sind neben dem "Green Hand Day" der zweite wichtige Baustein für die intensive Auseinandersetzung der beiden konfessionellen Jugendverbände mit Rio+20 und der Frage nachhaltiger Entwicklung im Sinne sozialer, ökologischer und ökonomischer Gerechtigkeit.

Auf der ersten Tagung nehmen die Teilnehmer(innen) die UN-Konferenz auf Grundlage des umfassenden und fachlich versierten Überblicks von Felix Beck kritisch in den Blick. Die Tagung im Oktober bewertet die Ergebnisse von Rio+20 und benennt Herausforderungen für die Kinder- und Jugendarbeit und fragt nach den Anknüpfungspunkten und Bezügen der Lebenswelt junger Menschen zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG), die seit Rio diskutiert werden.

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