Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Ökofaire Beschaffung

Abholzung im Regenwald
Foto: Karl Amman/flickr.de

Umweltverträglich und nicht auf Kosten anderer zu konsumieren ist das Ziel eines ökologisch-fairen Konsumstils.
Ökofaire Beschaffung ist zum Markenzeichen für besonnenes und bewusstes Verbraucherverhalten geworden. Es will und kann ungerechten Handelsstrukturen, dem Raubbau an den Ressourcen der Erde und dem verschwenderischen Umgang mit Energie den Riegel vorschieben.

Die Macht der Konsument(inn)en

Wie der Faire Handel, setzt ökofaire Beschaffung auf die Macht der Konsument(inn)en, die mit ihrer kritischen Kaufentscheidung dem Markt deutlich machen, woran ihnen liegt: Produkte, die nicht schadstoffbelastet sind, deren Produktion die Umwelt schont und den Produzent(inn)en ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Deshalb sind Teppiche aus Kinderarbeit, unfair gehandelter Kaffee, Erdbeeren im Januar und Strom aus Atomkraftwerken heute schon von den Einkaufslisten zu streichen, damit alle Menschen auf der Erde eine Zukunft haben. Teppiche und Kaffee, deren Siegel für fairen Handel und gerechte Produktionsbedingungen stehen, Erdbeeren zur Sommerzeit und von den Feldern der eigenen Region und Strom aus erneuerbaren Energien sind nur einige Beispiele aus der breiten Produktpallette, die die ökofaire Beschaffung in den Blick nimmt. Und sie ist einfach umzusetzen. Saisonal, regional, biologisch und fair – das ist die Grundregel für ökofairen Konsum.

Verbraucherverhalten checken

Damit kann jede und jeder einzelne sofort beginnen. Und damit die Macht der Konsument(inn)en wirklich ins Gewicht fällt, sollten vor allem Gruppen, Einrichtungen und Institutionen ihren Verbrauch prüfen und umstellen. Die Aktion „Zukunft einkaufen“ ermutigt zu ökofairer Beschaffung in den Kirchen und zeigt, dass und wie es geht. Denn natürlich gibt es Einwände. Das Gerücht, dass fair gehandelter Kaffee nicht schmeckt, hält sich hartnäckig. Umweltpapier verursache Papierstau im Kopierer, so heißt es immer wieder, und der Ökostrom sei viel zu teuer. Die knapper werdenden Kassen sind das beliebteste Gegenargument. Das nimmt die Aktion „Zukunft einkaufen“ ernst. Weniger aber besser einkaufen ist deshalb die Leitlinie, denn: „Mit jedem Euro, den wir investieren, entscheiden wir, wie die Welt aussieht, ob Kohlekraftwerke entstehen oder Windräder, ob Wälder abgeholzt oder erhalten werden, ob Produzenten einen fairen Preis für ihren Tee erhalten oder nicht.“

Mit ihrem Beschluss „Selbstverständlich nachhaltig“ unterstützt die aej nicht nur das Anliegen der ökofairen Beschaffung. Sie will vor allem in ihren eigenen Einrichtungen das Konzept einer Beschaffung verwirklichen, das ökologische und sozialverträgliche Beschaffung zum ausschlaggebenden Kriterium macht.

Neu: Das kleine 4 x fair!

Tipps und Argumente für die ökofaire Beschaffung gibt es auf dem soeben erschienenen Faltblatt "Das kleine 4 x fair" . In vier Schritten führt der Weg zur klimafreundlichen und fairen Veranstaltung und gibt wichtige Argumente für die Zusammenarbeit mit Tagungshäusern.

In der Druckversion ab sofort und kostenfrei zu bestellen in der aej/ESG-Geschaftsstelle bei Corneilia Günther: cg(at)aej-online.de.

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