Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

#aejVsCorona

Politische Entwicklungen

Kinder- und Jugendpolitik

Die Gefahren des Corona-Virus (SARS-CoV-2) und die sich daraus ergebenen Anforderungen für das Leben  bleiben eine große Herausforderung. Die Eindämmung der Corona-Pandemie umfasst weitreichende Kontaktbeschränkungen, die den Alltag verändert haben. Auch im Hinblick auf die Lockerungen wird das Leben in den kommenden Monaten deutlich anders verlaufen als bisher. Die Kinder- und Jugendpolitik sowie die Kinder- und Jugendhilfe bleiben damit gefordert, im Sinne junger Menschen nach Lösungen zu suchen sowie Ideen und Perspektiven zu entwickeln.

Die weitreichenden Maßnahmen zur Einschränkung der COVID-19 Pandemie haben für Kinder und Jugendliche in den vergangenen Wochen Möglichkeiten für soziale Teilhabe, Beteiligung und  Bildung  verschlossen. Kinder- und Jugendarbeit leistet einen bedeutenden Beitrag für das Aufwachsen junger Menschen. Sie stellt ihnen die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote zur Verfügung und schafft Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe und Mitbestimmung (vgl. § 11(1)  SGB  VIII).

Die  pandemiebedingten  Einschränkungen  werden das  Leben  noch  länger bestimmen. Kinder-  und  Jugendarbeit bleibt gefordert angemessene Angebotsformen gemeinsam mit jungen Menschen zu entwickeln. Dabei müssen die politischen und strukturellen Rahmenbedingen gesichert werden, damit Kinder- und Jugendarbeit als sozialer Ort für Begegnung, Bildung, Beteiligung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen auch in Pandemie-Zeiten und darüber hinaus möglich bleibt. Dass bedeutet, dass es direkte Absprachen und Vereinbarungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen und verlässliche Zusagen geben muss. Als aej empfehlen wir den Kontakt zu den derzeitigen Fördergebern (i.d.R. Jugendämter, Jugendministerium) zu suchen und zu prüfen, welche Informationen der jeweilige Landesjugendring und/oder das Landesjugendministerium über Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

 

Konjunkturpaket der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat ein weitreichendes Konjunkturpaket „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“ beschlossen. Das Eckpunktepapier konkretisiert die Überbrückungshilfen für gemeinnützige Unternehmen. Jugendbildungsstätten und Familienferienstätten sind explizit erwähnt und können eine Förderung der fortlaufenden Fixkosten beantragen. Eine Einschätzung zum Konjunkturpaket hat der Deutsche Bundesjugendring veröffentlicht:

Konjunkturpaket: Konkretisierung für gemeinnützige Organisationen

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Eckpunkte „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“

 

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

+++ Aktualisierte Fassung, 5.5.2020 +++
FAQ  - Häufige Fragen zum Gesetz über den Einsatz der Einrichtungen und sozialen Dienste zur Bekämpfung der Coronavirus SARS-CoV-2 Krise in Verbindung mit einem Sicherstellungsauftrag

 

DBJR

Freiräume und Freizeiten für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien - Planungssicherheit für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit gewährleisten.

Juleica: Ausnahmeregelungen für die Krisenzeit - Einheitliches Verfahren für das Jahr 2020 regelt u. a. Ausbildungs- und Fortbildungsverfahren sowie die Gültigkeit der Juleica.

Kinder und Jugendliche spielen mit ihren Bedarfen und Sorgen in den derzeitigen Debatten kaum eine Rolle. Als Gesellschaft müssen wir dringend darüber reden, wie Kinder und Jugendliche in dieser Krise gestärkt werden können, fordert der DBJR-Vorstand.

Gemeinnütziger Sektor fordert Solidarität - Nicht nur Sofort-Hilfe für die Wirtschaft

Zum Umgang mit der Corona-Situation

Gemeinsame Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit in Krisenzeiten

Jugendpolitik im Ausnahmezustand - DBJR-Position mit dem Fokus der Interessensvertretung

 

Forum Transfer

Das Forum Transfer der ism gGmbH will als Kommunikations- und Transferplattform Fach- und Leitungskräfte der Kinder- und Jugendhilfe darin unterstützen, trotz der COVID-19 Pandemie arbeitsfähig zu bleiben. Die Plattform bietet Hinweise, Empfehlungen und Beispiele guter Praxis.

Zum Forum Transfer

Gebündelte Links zu den Informationsseiten der Landesjugendringe mit Informationen und Hinweisen zur Kinder- und Jugendarbeit in den einzelnen Bundesländern.

 

Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendarbeit

Statement des des Sprecher*innenkreises: Junge Menschen brauchen Erlebnis- und Begegnungsräume - Kinder- und Jugendarbeit ist auch in Corona-Zeiten unverzichtbar. 

 

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

Jugendverbände: ein wichtiger Teil von Zivilgesellschaft – auch in Zeiten einer Pandemie

 

Bundesjugendkuratorium

Unterstützung von jungen Menschen in Zeiten von Corona gestalten! Kinder- und Jugendpolitik ist gefordert!
Im aktuellen Zwischenruf spricht sich das Bundesjugendkuratorium für eine aktive Kinder- und Jugendpolitik aus, die in der derzeitigen Krise für junge Menschen und mit ihnen sowie ihren Familien einen kinder- und jugendgerechten Alltag ermöglicht und organisiert.

 

Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ)

Jugend stärken – auch und gerade unter Corona-Bedingungen unerlässlich!
AGJ-Zwischenruf vom 14.7.2020

Wenn Kümmerer*innen selbst Hilfe brauchen... Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kinder- und Jugendhilfe
AGJ-Zwischnruf vom 27.3.2020

 

Robert-Koch-Institut (RKI)

Epidemiologisches Bulletin "Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen – Überlegungen, Entscheidungsgrundlagen und Voraussetzungen"
Focus: Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für das Kindes- und Jugendalter

Aktuelle Studien

Studie "JuCo – Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen"

Der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ präsentiert erste Ergebnisse der bundesweiten Studie "JuCo – Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen". Rund 6.000 junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren haben sich an der Studie beteiligt und von ihren Erfahrungen und Perspektiven währen der Corona-Krise zu berichtet.

Der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ setzt sich zusammen aus dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim und dem Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Universität Frankfurt in Kooperation mit der Universität Bielefeld.

Zu den Ergebnissen det Studie JuCo

Hilfsangebote bei sexuellem Kindesmissbrauch

Finanzielle Sorgen, Ausgangsbeschränkungen und die Schließung von Kitas, Schulen und anderer fürsorgender Infrastruktur aufgrund der Corona-Krise lassen einen Anstieg häuslicher und familiärer Gewalt befürchten. Die Kampagne „Kein Kind alleine lassen“ des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) informiert und gibt praktische Hilfen an die Hand.

Alle Infos zur Kamapgne „Kein Kind alleine lassen“ gibt es unter www.deine-playlist-2020.de. Zudem gibt es unter www.deine-playlist-2020.de/erwachsene.php konkrete Handlungsmöglichkeiten und Materialien wie Flyer und Plakate zum Download, Ausdrucken und Verteilen und Tipps zum Verbreiten der Kamapge. #KeinKindAlleineLassen.

Zur Situation geflüchteter Menschen

Geflüchtete Menschen in Gemeinschaftsunterkünften sind in der Corona-Krise besonders gefährdet. Wir haben eine Übersicht der aktuellen Lage zusammengestellt, mit Positionen, Berichten und Inititaiven:
Situation geflüchteter Menschen während Corona-Krise

Als Interessensvertretung von Kindern und Jugendlichen machen wir als Evangelische Jugend auf die Situation von geflüchteten Menschen in Deutschland in der Coronakrise aufmerksam. Wir fordern besondere Unterstützungsleistungen für einen gleichberechtigten Umgang für alle Menschen.
Das Recht auf Schutz vor Corona für alle!

An den europäischen Außengrenzen wie der türkisch-griechischen Grenze und auf den ägäischen Inseln brauchen Menschen dringend Hilfe. Die Lage in den Camps ist katastrophal und untragbar. Durch die Corona-Pandemie verschärfen sich die Bedingungen des Zusammenlebens täglich.
JETZT: Flüchtlingslager evakuieren und Schutz vor Corona schaffen

Inklusion in Zeiten von Corona

Seit Beginn der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Covid-19 Virus ist zu beobachten, dass inklusive Prozesse durch diese Maßnahmen massiv eingeschränkt und sogar gestoppt  werden. Gesellschaftliche, inklusive Errungenschaften werden kaum beim Nachdenken über Schutzmaßnahmen reflektiert. Menschen mit Behinderungen werden nicht in Entscheidungen, die sie existenziell betreffen, einbezogen. Menschen mit Behinderungen werden pauschal als „Risikogruppe“ eingeordnet, obwohl viele von diesen jungen Menschen gesundheitlich überhaupt nicht als solche zu bezeichnen sind.

Der Vorstand der aej hat dazu das Statement Neue Kategorisierung und Stigmatisierung: von „behindert“ zu „Risikogruppe“ veröffentlicht.

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