Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

EU-Jugenddialog

Dialogue Space
Foto: Christopher Sessums/flickr.de

Wie kann es gelingen, dass junge Menschen kontinuierlich und ansprechend an Entscheidungen europäischer Politik beteiligt werden, die ihre Anliegen und Lebenswelt betreffen?

Mit der Einführung des EU-Jungeddialogs will die EU mehr  Mitwirkung und Paritzipation an europäischen Entscheidungsprozessen erreichen. Die Initative dazu hat 2006 der Jugendminister*innenrat angestoßen. „Gut gedacht, doch schlecht gemacht“, könnte man die Entwicklungsgeschichte in den ersten Jahren des EU-Jugenddialogs beschreiben.  Erste Ansätze wurden auf den halbjährlich durchgeführten Jugendevents versucht, indem Jugendliche ihre erarbeiteten Ergebnisse den verantwortlichen Personen aus den Ministerien vorgestellt haben. Ansätze darüber hinaus waren regionale Jugendkonferenzen, die ihre Ergebnisse Europaparlamentarier*innen präsentiert haben. Unbefriedigend blieb die wenig repräsentative Zusammensetzung der Teilnehmenden der Jugendevents, die fehlende Rückkopplung darüber, was mit den vorgetragenen Ergebnissen und Forderungen passiert und die mangelnde Kontinuität der Jugendkonferenzen zu europäischen Themen.

Aus diesen Anfängen entwickelte sich in Deutschland  - durch Projekte und Maßnahmen in Sachsen-Anhalt und Bremen eingeleitet - ein konkretes Konzept für die Durchführung des EU-Jugenddialogs (damals noch Strukturierter Dialog genannt). Dieses Konzept wurde gemeinsam vom DBJR und der Nationalagentur Jugend für Europa entwickelt.  Sogenannte regionale Koordinierungsstellen sowie Maßnahmen und Aktionen im Rahmen des EU-Jugenddialogs werden über das Programms Jugend in Aktion finanziert.

In der EU-Jugendstrategie (2010-2018) wurde der EU-Jugenddialog zu einem der wichtigsten Durchführungsinstrumente. Auf europäischer Ebene wurde ein Lenkungsausschuss gebildet (mit Vertreter*innen der für Jugendfragen zuständigen Ministerien, der nationalen Jugendräte, der Nationalagenturen, der EU-Kommission und des Europäischen Jugendforums), der die Gesamtkoordinierung des EU-Jugenddialogs übernimmt. Auf der Ebene der Mitgliedsstaaten werden unter Federführung der nationalen Jugendräte nationale Arbeitsgruppen einberufen. 

In Deutschland ermöglicht das Bundesjugendministerium die Einrichtung einer nationalen Koordinierungsstelle beim DBJR, die im Sommer 2010 ihre Arbeit aufnahm. In ihrer Verantwortung liegt auch die nationale Arbeitsgruppe zum EU-Jugenddialog.

Die aej wirkt darauf hin, dass aus den Reihen ihrer Mitglieder Koordinierungsstellen zum EU-Jugenddialog entstehen und bietet dazu ihre Beratung in der Konzeptentwicklung an.

 

 

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