Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Bundesweite Migrant*innenjugend- selbstorganisationen (MJSO)

Die Gründung des „Netzwerk interkultureller Jugendverbandsarbeit und -forschung“ (NiJaF) im Jahr 2005 markiert den Beginn der intensiven Auseinandersetzung von Akteuren der Kinder- und Jugendarbeit mit dem Thema der interkulturellen Öffnung, nachdem immer offensichtlicher wurde, dass sich die gesellschaftlichen Realitäten der Migrationsgesellschaft nach wie vor nicht in den Jugendverbänden abbildeten. Anschließende gebündelte Initiativen des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), einzelner Jugendverbände und Landesjugendringe konnten Fortschritte im Kontext der interkulturellen Öffnung bewirken.

Einer der Fortschritte ist daran festzumachen, dass im Jahr 2011 mit dem Bund der Alevitischen Jugendlichen (BDAJ) der erste migrantisch geprägte Jugendverband als Vollmitglied im Deutschen Bundesjugendring (DBJR) aufgenommen wurde und auch auf den unteren Ebenen der Landes- und kommunalen Jugendringe entsprechend vernetzt ist. Auch weitere Vereine junger Migrant*innen schließen zunehmend in die Strukturen auf und etablieren sich als Jugendverbände entlang mehrstufiger Organisationsebenen.

Ein Blick auf die Mehrheitsverhältnisse in den Jugendringen unterschiedlicher Ebenen zeigt jedoch, dass hinsichtlich der Partizipation von MSJO nach wie vor keine Normalität erreicht ist und insbesondere muslimische Jugendliche kaum repräsentiert sind. Das Ziel muss jedoch sein, die gleichberechtigte Teilhabe aller Jugendverbände an den jugendverbandlichen Strukturen und –gremien zu erreichen und die Fokussierung auf die besondere Situation von Migrant*innen überflüssig zu machen.

Wir haben für Sie eine Übersicht über bundesweite Migrant*innenjugendselbstorganisationen (MJSO) - Partner der aej und weitere - zusammengestellt, die Sie hier als PDF-Dokument herunterladen können:

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