Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

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30.11.2017 12:06 Alter: 11 days

Pressemitteilung 17/2017 - Evangelische Jugend in Deutschland fordert: Kirchenparlamente müssen jünger werden


Foto: aej

„23. bis 26. November 2017 in Plön: 128. Mitgliederversammlung der aej“

(aej) Die Delegierten der 128. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) fordern von den Kirchen in Deutschland gleiche Rechte für junge Menschen bei Mitsprache und Entscheidungen in allen kirchenleitenden Gremien. Der entsprechende Beschluss-Nr. 8/2017 nennt dafür auch konkrete Zahlen: Als angemessen können 20% Beteiligung junger Menschen unter 35 Jahren gelten.

„Die junge Generation ist bereit mehr Verantwortung auf allen Kirchenleitungsebenen zu übernehmen. Das muss sich auch in einer angemessenen Vertretung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Kirchenparlamenten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Landes- und Freikirchen widerspiegeln“, greift der aej-Vorsitzende Dr. Sven Evers den Beschluss der Mitgliederversammlung auf.

Junge Menschen sind nicht nur die Zukunft von Kirche, sondern die Gegenwart. Sie müssen gestärkt und unterstützt werden, sich an wichtigen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Dass dies angesichts der alarmierenden Befunde über den Traditionsabbruch eine der zentralen Herausforderungen für die Kirche der Zukunft sein wird, stellte auch der Ratsvorsitzende der EKD, Prof. Heinrich Bedford-Strohm, in seinem diesjährigen mündlichen Ratsbericht vor der EKD-Synode fest: „Noch immer sind junge Menschen unterrepräsentiert, wenn es um die Orte geht, an denen die Zukunftsentscheidungen getroffen werden. Vom Kirchenvorstand bis in den Rat der EKD.“

Die Forderung nach mehr Jugendbeteiligung ist nicht neu. Schon 1984 haben sich auf der siebten Vollversammlung des Lutherischen Weltbunds (LWB) in Budapest, viele Mitgliedskirchen zu einer Quote von 20% Jugendbeteiligung verpflichtet. Darüber hinaus will der LWB Jugendliche befähigen, sich voll am Entscheidungsprozess in ihren Kirchen zu beteiligen. Daneben sollen sie regelmäßig Möglichkeiten erhalten, sich zu Führungskräften in ihren Kirchen aus- und fortbilden zu lassen. Der 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes, im Mai 2017 in Namibia, hat diese Jugendquote erkennbar gutgetan.

Martin Weber, aej
30. November 2017
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Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) ist der Zusammenschluss der Evangelischen Jugend in Deutschland. Als Dachorganisation vertritt die aej die Interessen der Evangelischen Jugend auf Bundesebene gegenüber Bundesministerien, gesamtkirchlichen Zusammenschlüssen, Fachorganisationen und internationalen Partnern. Ihre derzeit 32 Mitglieder sind bundeszentrale evangelische Jugendverbände und Jugendwerke, Jugendwerke evangelischer Freikirchen und die Kinder- und Jugendarbeit der Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Acht evangelische oder ökumenische Verbände, Einrichtungen und Fachorganisationen sind als außerordentliche Mitglieder angeschlossen. Die aej vertritt die Interessen von ca. 1,35 Millionen jungen Menschen.


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