Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

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30.11.2017 14:21 Alter: 11 days

Pressemitteilung 18/2017 - Reformationssommer 2017 - Der 32. Oktober beginnt jetzt


„23. bis 26. November 2017 in Plön: 128. Mitgliederversammlung der aej“
Reformationssommer 2017 - Der 32. Oktober beginnt jetzt
Kirchentagspräsidentin Aus der Au ist begeistern von Projekten der Evangelischen Jugend


(aej) Über 27.000 Besucherinnen und Besucher und 16 gastgebende Gruppen im youngPOINTreformation, rund 300 junge Menschen aus 25 Nationen im International Youth Camp und insgesamt rund 100 ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter*innen sind sich einig: Die beiden großen Projekte der Evangelischen Jugend im Reformationssommer 2017 waren sehr erfolgreich.

Gemeinsam und in großer Vielfalt engagierte sich die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej), um Kirche zu gestalten und ganz anders von Glaube zu reden, als dass üblicherweise der Fall ist. Raus aus dem stillen Kämmerlein. Mitten hinein ins Leben. Aus unterschiedlichen Jugendarbeitskonzepten, Frömmigkeitsstilen und vielfältigen Formen des gelebten Glaubens wurde jugendlichen Fragen und ihren Perspektiven auf ein gutes Leben ein großer und beteiligungsorientierter Raum geboten. Außerdem wurde dabei Inklusion konkret. Menschen mit und ohne Behinderung haben das Projekt mitgedacht und getragen und Barrieren wurden überwunden.

Die vorgestellten Ergebnisse und erste Auswertungen der aej-Projekte zum Reformationsjubiläum wurden deshalb auch von den Delegierten der 128. aej-Mitgliederversammlung gewürdigt und positiv aufgenommen. „Evangelische Jugend in Deutschland ist stark, wenn sie, wie in Wittenberg, gemeinschaftlich Formate und Projekt erarbeitet, das sollte auch in Zukunft viel öfter geschehen“, fasste ein junger Delegierter die Stimmung zusammen.

Mit dem yPr hat die aej in Wittenberg gezeigt, welche Potenziale in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit stecken. Das große Engagement von Jugendlichen und Mitarbeiter*innen, die beteiligungsorientierten Konzepte, gelebter Glaube in Verbindung mit praktizierter Verantwortung für das Leben, Einsatz zu zeigen und sich mit Freude zu erproben – das ist eine Mischung, die für eine zukunftsorientierte Kirche essentiell ist. Erstaunlich viele kirchendistanzierte Menschen waren zu Gast im yPr und interessierten sich für die Fragestellungen der jungen Menschen, die durch die Ausstellung „Was ist gutes Leben“ führten.

Das Internationale Jugendcamp (IYC) stellte eine einzigartige Gelegenheit zu konfessions- und kulturübergreifenden Begegnungen dar. Im persönlichen Austausch wuchs die grundlegende Erkenntnis, dass zur verantwortlichen Gestaltung politischer, theologischer und kultureller Zukunft immer auch die Perspektive der anderen gehört. Das IYC macht über die Tage in Wittenberg hinaus deutlich: Aus solchen Begegnungen erwachsende Freundschaften über nationale, soziokulturelle und wirtschaftliche Grenzen hinweg. Sie sind der elementare Grundstein für die Bewahrung des Friedens auf dieser Welt.

Davon war auch Christina Aus der Au überzeugt. Die Präsidentin des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin entwarf für die MV-Delegierten einen Ausblick, auf das, was nach dem Reformationssommer kommt. Sie empfahl: „Kirche muss ihr starres Bild von Glaube und Gemeinde aufgeben. Sie muss dorthin gehen und dort kommunizieren, wo Jugendliche sind.“ Denn die sind anders organisiert als die traditionellen Angebote in Kirche und Jugendarbeit. „Freundschaften, Highlights und Kommunikation bringen Jugendliche zu Kirche“, davon ist die schweizerische Theologin überzeugt, „Highlights wie der youngPOINTreformation und das International Youth Camp.“

Menschen, die keine Berührungspunkte mit Kirche haben, denken Kirche ist altmodisch und passt nicht mehr in unsere Zeit. Nur wenn Evangelische Kirche und Evangelische Jugend auf distanzierte Menschen zugeht, ihre Sprache spricht und ihre Orte aufsucht wird sich das ändern. „Wittenberg hat das gezeigt“, ist sich Christina Aus der Au sicher, „Kirche hat viel Aufmerksamkeit bekommen, auch kritische Aufmerksamkeit, aber Aufmerksamkeit. Und man wird nicht mehr sagen können Christinnen und Christen sind langweilig.“ Der 32. Oktober beginnt jetzt.

Martin Weber, aej
30. November 2017
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Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) ist der Zusammenschluss der Evangelischen Jugend in Deutschland. Als Dachorganisation vertritt die aej die Interessen der Evangelischen Jugend auf Bundesebene gegenüber Bundesministerien, gesamtkirchlichen Zusammenschlüssen, Fachorganisationen und internationalen Partnern. Ihre derzeit 32 Mitglieder sind bundeszentrale evangelische Jugendverbände und Jugendwerke, Jugendwerke evangelischer Freikirchen und die Kinder- und Jugendarbeit der Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Acht evangelische oder ökumenische Verbände, Einrichtungen und Fachorganisationen sind als außerordentliche Mitglieder angeschlossen. Die aej vertritt die Interessen von ca. 1,35 Millionen jungen Menschen.


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