Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

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03.04.2018 08:06 Alter: 17 days

Bibel AnDenken Andacht April 2018


Bibel AnDenken gibt vielfältige Anregungen zur Gestaltung von Gruppenstunden in der Jugendarbeit für das ganze Jahr 2018 mit Andachtsentwürfen, theologischen Hintergrundinformationen und Praxismaterialien wie Liedern, Gedichten, Geschichten zur Jahreslosung und den Monatssprüchen. Ein Auszug für den laufenden Monat:

Monatsspruch April 2018: "Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Johannes 20, 21 (L = E)

Andacht April 2018
- von Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche -

Endlich raus – es gibt genug zu tun!
Andacht

Endlich raus! Tagelang war der Himmel wolkenverhangen. Keine Lust rauszugehen. Und nun scheint endlich wieder die Sonne. Nichts wie raus an die frische Luft, Sonne und Sauerstoff tanken.
Endlich raus! Das Abschlusszeugnis in der Tasche. Der Ferienjob hat das nötige Geld gebracht. Und jetzt stehst du vor dem Flieger, der dich in die weite Welt bringen soll. Aufbrechen, Neues sehen und erleben.

Geschichten von Menschen, die aufbrechen, sich auf den Weg machen, gibt es viele. Eine besonders extreme ist die aus dem Johannesevangelium: Endlich raus! Hinter verschlossenen Türen haben sie gesessen. Sich bloß nicht blicken lassen. Die Gefahr kann hinter jeder Ecke lauern. Keine Energie für gar nichts. Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Und dann kommt einer und sagt: „Lasst euch nicht kleinkriegen. Öffnet die Türen. Ich weiß, wovon ich rede, geht raus!“

Vielleicht ahnt die eine oder der andere schon, von wem hier die Rede ist. Es ist eine Geschichte von Jesus und seinen Jüngern. Die Bibel erzählt sie so:
Es war schon spätabends an diesem ersten Wochentag nach dem Sabbat. Die Jünger waren beieinander und hatten die Türen fest verschlossen. Denn sie hatten Angst vor den jüdischen Behörden. Da kam Jesus zu ihnen. Er trat in ihre Mitte und sagte: „Friede sei mit euch!“ Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Die Jünger waren voll Freude, weil sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so beauftrage ich jetzt euch!“

Dann hauchte er sie an und sagte: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr seine Schuld vergebt, dem ist sie wirklich vergeben. Wem ihr sie aber nicht vergebt, dem ist sie nicht vergeben.“ (Johannesevangelium 20, 19–23)

Es ist schon ein bisschen wild und verwegen, was Jesus seinen Freunden zutraut. Sie hatten miterleben müssen, wie Jesus am Kreuz hingerichtet worden ist. Sie mussten davon ausgehen, dass das Kapitel „Jesus“ endgültig geschlossen ist. Damit wäre auch alle Hoffnung auf Veränderungen hinfällig. Es hätte doch alles anders werden sollen: ihr Leben, die Gesellschaft, auch der Glaube. Ist mit der Ermordung Jesu nicht alles aus und vorbei? Nein! Den Jüngern wird zugemutet, das Unglaubliche zu glauben: Jesus ist durch den Tod nicht mundtot zu machen.

Heute würden wir das vielleicht eine fake-story, eine erfundene Geschichte, nennen. Ich weiß auch nicht – und keiner wird es je mit Sicherheit sagen oder beweisen können – ob diese Story so, genauso, passiert ist oder nicht. Kann Jesus nicht nur übers Wasser, sondern auch durch verschlossene Türen gehen? Ich weiß es nicht!

Was ich aber weiß, ist: Die Jünger haben sich bewegen lassen! Sie haben die verschlossenen Türen geöffnet, sie sind rausgegangen. Nur so haben sie, zusammen mit den Frauen, die auch mit Jesus unterwegs waren, die Sache Jesu in Bewegung gehalten. Sie haben die Sendung, den Auftrag von Jesus angenommen: „Geht raus! Lasst euch senden!

“Das weiß ich, und ich weiß: Mich reizt diese Beauftragung auch. Das hat doch was! Sich für eine gute Sache einsetzen. Sich nicht einigeln. Verantwortung übernehmen. Etwas tun, was einem sinnvoll erscheint. Das hat doch was!

Wie hat das geklappt? Wie hat Jesus seine Freunde aus der Schockstarre befreit? Drei Dinge gehören dazu; drei Dinge braucht es, damit die Jünger erleben: endlich raus! ...

Drei Dinge brauchen die Jünger also, damit sie sich raustrauen.
1. Jesus spricht ihnen etwas Gutes zu.
2. Sie haben ein klares Aufgabenprofil vor Augen.
3. Jesus ist ihnen ein gutes Vorbild.

„Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“. sagt Jesus zu seinen Jüngerinnen und Jüngern.
Wer möchte, kann das auch auf sich beziehen.
Wer will, kann sich auch von Jesus senden lassen.
Genug zu tun gäbe es. Amen.

Bestellungen des Bandes "Bibel AnDenken 2018" sind möglich bei der
aej-Geschäftsstelle
Otto-Brenner-Straße 9
30159 Hannover
E-Mail: bestellung(at)aej-online.de
Preis pro Exemplar: € 10

Alle Preisangaben sind inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten ab 2,95 Euro innerhalb Deutschlands. Die Versandkosten richten sich nach Versandart, Größe und dem Logistikdienstleister.


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