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24.09.2018 11:52 Alter: 53 days

Gemeinschaft erlebbar machen, Jesu Botschaft verkündigen, für Jugendliche verständlich sein/Jugendkirchen diskutieren beim Jugendkirchensymposium in Leipzig über Kult und Kultur


Foto: www.jugendkirchen.org

(Von Eileen Krauße) Wie kann Jugendkirche immer wieder ein Raum werden, wo Jugendliche mit all ihren Fragen, Erfahrungen und Ausdrucksformen ernstgenommen werden? Wie wird implizit und explizit erfahrbar, dass die christliche Botschaft das Leben durchdringen und tragen kann? Unter dieser Fragestellung trafen sich 100 Mitarbeitende aus katholischen und evangelischen Jugendkirchen in Leipzig. Die evangelische Jugendkirche PAX war vom 19. bis 21. September Gastgeberin des 7. Ökumenischen Symposiums und hieß die Teilnehmenden unter ihrem Slogan Lieben. Glauben. Werden willkommen.

Prof. Dr. Dr. Michael Ebertz sprach über die Säkularisierung und die dadurch entstehende Fragmentierung der Gesellschaft, die für Jugendliche nie anders erfahren worden ist und deshalb für sie spürbar ist. Die erforderliche Selbststeuerung von Jugendlichen, aus der sie ihr Leben gestalten, werde in Jugendkirchen ernstgenommen. Als Angebot der Gemeinschaft, entscheiden die Jugendlichen, ob es für ihr Leben passend ist oder nicht.

Prof. Dr. Marcell Saß sprach über die religiöse Praxis in den Jugendkirchen, die sich im Gottesdienst an drei Kriterien messen lassen müsse: dem Christusbezug, der Gemeinschaft und der Verständlichkeit. Gleichzeitig kommen die Ausdrucksformen Digitalisierung und Heterogenität als riesige Herausforderungen auf die Jugendkirchen zu und sind in vielen Bereichen schon selbstverständlicher Teil des Angebotes von Jugendkirchen.

In Foren, die die Theorie mit der Praxis in den Jugendkirchen konfrontierte, wurden das Verständnis und die Vielfalt von Gottesdiensten, Kulturarbeit und dem Weg zur eigenen Spiritualität deutlich. Dabei ist bei allen konfessionellen Ausprägungen und dadurch entstehende Verschiedenheit die Haltung, mit der sie Jugendlichen begegnen, das Verbindende.

Der fachliche Austausch und die Atmosphäre der Jugendkirche PAX machten das Symposium zu einer durchweg inspirierenden Veranstaltung. Es wurde deutlich, dass Jugendkirchenarbeit an der Erneuerung von Kirche mitwirkt.

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