Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

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01.10.2018 21:09 Alter: 46 days

Herbstkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland nimmt Stellung zum Hambacher Forst und fordert Förderung von Gedenkstellenfahrten


Delegierte der Herbstkonferenz setzen sich für den Erhalt des Hambacher Forsts ein. Foro: Evangelische Jugend im Rheinland

Vom 29. bis 30.September tagte die Herbstkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland, EJiR, mit mehr als 80 Delegierten in der Evangelischen Landjugendakademie in Altenkirchen.

Aufruf zur Kundgebung im Hambacher Wald
Die Projektgruppe „Hambacher Forst“ der DK informierte über die aktuelle Situation im Gebiet des Braunkohletagebaus zwischen Köln und Aachen. Die Fronten sind verhärtet, der Energiekonzern RWE will gegen den Widerstand von Umwelt- und Naturschützern den Rest des Hambacher Waldes Anfang Oktober roden. Auf der Konferenz rufen die Mitglieder der Projektgruppe die Delegierten auf, sich an den regelmäßigen friedlichen Waldspaziergängen zu beteiligen, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen und die Aktion STOP Kohle zu unterstützen.

Politik soll Gedenkstättenfahrten bedarfsgerecht fördern
Die Evangelische Jugend im Rheinland fordert vom Bund und den Ländern, Fahrten zu Gedenkstätten des Nationalsozialismus und Erinnerungsarbeit angemessen zu fördern. Aufgrund von Änderungen im Kinder- und Jugendplan des Bundes mussten bereits Aktivitäten abgesagt werden, geplante Maßnahmen können möglicherweise nicht stattfinden. „Es kann nicht sein, dass unsere Arbeit zu diesem bedeutenden Thema nur auf Sparflamme weitergeführt werden kann“, so Fiona Paulus, stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Jugend im Rheinland. Gerade angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen müsse hier viel mehr investiert werden. „Anstatt über pädagogisch fragwürdige Pflichtbesuche junger Menschen in Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus nachzudenken, sollte die Politik die bestehenden Aktivitäten unterstützen und deren Ausweitung ermöglichen“ so Paulus weiter. Konkret fordert die Evangelische Jugend im Rheinland die bedarfsgerechte Aufstockung der öffentlichen Fördermittel im Kinder- und Jugendplan des Bundes sowie der Länder für Projekte und Veranstaltungen der historisch-politischen Bildungs- und Erinnerungsarbeit. Sie wünscht sich außerdem mehr Wertschätzung der Erinnerungsarbeit durch Vertretende der Politik beispielsweise durch die Übernahme von Schirmherrschaften.


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