Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

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08.08.2019 10:15 Alter: 10 days

Praxistipps aus dem Pfarralltag - Evangelische Landjugend stellt Gelingensfaktoren für Jugendarbeit vor


Landjugendpfarrer Gerhard Schleier freut sich über Rückmeldungen und Erfahrungen zum Maga-zin „Dir zu Liebe.“ der Evangelischen Landjugend. In der Arbeit mit Jugendlichen braucht es Ver-ständnis, Neugier, Respekt sowie das Erkennen ihrer Frömmigkeit.

Landjugendpfarrer Gerhard Schleier freut sich über Rückmeldungen und Erfahrungen zum Maga-zin „Dir zu Liebe.“ der Evangelischen Landjugend. In der Arbeit mit Jugendlichen braucht es Ver-ständnis, Neugier, Respekt sowie das Erkennen ihrer Frömmigkeit. Foto: EJL

Verständnis, Neugier, Respekt und Frömmigkeit sind hilfreiche Haltungen im Umgang mit Landjugendgruppen. Dies ist das Ergebnis eines Praxisentwicklungsprojektes der Evangelischen Landjugend (ELJ). 21 Pfarrerinnen und Pfarrer waren nach Gelingensfaktoren für ihre Landjugendarbeit befragt worden. Im Magazin „Dir zu Liebe.“ gibt die ELJ Einblick in die Praxis und will zugleich den Dialog intensivieren.

Pfarrerinnen und Pfarrer der Kirchengemeinden zählen zu den wichtigsten Unterstützern von Landjugendgruppen. Weil die Qualität der Beziehung vor Ort doch recht unterschiedlich ist, startete die ELJ ein Projekt, in dem sie von Ortsgeistlichen in ganz Bayern wissen wollte, wie sie ihre Beziehung zur Landjugend konstruktiv gestalten.

„Ich denke, ganz wesentlich ist es, ein gutes Verhältnis zu finden zwischen Freiheiten lassen und in die Pflicht nehmen“, erklärte Pfarrer Tobias Schäfer aus Sulzkirchen (Dekanat Neumarkt). Seine Thumsenreuher Kollegin Nadine Schneider (Dekanat Weiden) verriet: „Je mehr Jugendarbeit ich mache, desto mehr habe ich festgestellt, dass es wichtig ist, dass man selbst authentisch bleibt“.

In der Analyse der Antworten zeigt sich jedoch auch, dass nicht unbedingt einzelne Methoden oder didaktische Planungen für die Qualität der Beziehung zur Landjugendgruppe entscheidend waren. Nicht ein Pfarrer nannte ein „Patentrezept“. Viel wichtiger ist die Haltung, die als Ausdruck von Identität und Habitus die Verhaltensbereitschaft prägt. Verstehen, Neugier, Respekt und Frömmigkeit ließen sich als Merkmale identifizieren, die gelingenden Beziehungen zu Grunde liegen.

Weil der Erwerb von Haltungen ein Bildungsprozess ist, der angeregt und begleitet, aber nicht vorgegeben werden kann, veröffentlicht die ELJ die Ergebnisse in besonderer Form. In Kooperation mit der Kommunikationsdesignerin Dagmar Lehmann entstand das Magazin „Dir zu Liebe.“ Mit großformatigen Bildern lädt es ein, persönliche Aspekte von „Verstehen“, „Neugier“, „Respekt“ und „Frömmigkeit“ zu entdecken und zu reflektieren. „Wieso weshalb warum?“ „Wer nicht fragt bleibt dumm.“ oder „Ich mein’s doch nur gut.“ regen an, sich mit der eigenen Haltung auseinanderzusetzen. „Landjugendpädagogik ist kein Lehrberuf“, erklärt Landjugendpfarrer Gerhard Schleier. „Wirksames Handeln entsteht aus Selbstkonstruktion und –reflexion“. Zitate von Pfarrerinnen und Pfarrern, die wörtlich den Interviews entnommen wurden, ergänzen das Heft. Damit auch das Magazin zum Austausch führt, liegt jedem Exemplar eine Feedback-Karte bei.

Für ELJ-Landessekretär Manfred Walter kommt „Dir zu Liebe.“ zur richtigen Zeit. „ELJ und Kirche ist schon seit mehr als 60 Jahren eine spannende Beziehung, in der Pfarrer*innen eine wertvolle Rolle spielen“, schreibt er im Grundlagentext „Fundament“, der sich wie ein roter Faden durch die zwölf Seiten zieht. Die Weitergabe des Evangeliums an die nachfolgende Generation brauche Dialog: „Nicht, weil alles schlecht läuft, sondern weil mehr möglich ist“.

Erhältlich ist das ELJ-Magazin „Dir zu Liebe.“ bei der Landesstelle der Evangelischen Landjugend in Pappenheim (09143 604-15, elj(at)elj.de) oder online unter www.elj.de.


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