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09.02.2021 16:26 Alter: 19 days

Kinder und Jugendliche müssen oberste Priorität haben


Abgesperrter Spielplatz

Foto: Pixabay/Carola68

Die Lebenswirklichkeit junger Menschen muss von Bund und Ländern bei den weiteren Entscheidungen über Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise ganzheitlich in den Blick genommen werden. Das fordert der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) in seinem jüngsten Zwischenruf. Mit Blick auf die Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder, am 10. Februar 2021, benennt der der DBJR deutlich, worauf es dabei in den nächsten Monaten ankommt:

Der bildungspolitische Diskurs darf nicht weiter zur Frage nach aufzuholenden Lerndefiziten in den Kernfächern verschoben werden, gefragt ist vielmehr die Entwicklung sinnvoller Lernkonzepte.

Kinder und Jugendlichen müssen flächendeckend und schnellstmöglich mindestens einen Tag in der Woche die Möglichkeit haben, in Präsenz an einem ehren- oder hauptamtlich begleiteten Angebot institutioneller Jugend(verbands)arbeit teilzunehmen.

Die Mitwirkung junger Menschen an den sie betreffenden Entscheidungen der nächsten Monate muss sichergestellt werden.

Das Öffnen von allen Bildungseinrichtungen muss oberste Priorität haben. Angebote der Kinder- und Jugend(verbands)arbeit in ihrer Eigenschaft als komplementärer Lern- und Entwicklungsort zur Schule müssen wieder in Präsenz zur Verfügung stehen, sobald Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten wieder geöffnet werden.

Gemeinsam mit Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen müssen Öffnungsstrategien für außerschulische Angebote und schulische Angebote entwickelt und umgesetzt werden.

Der Freizeit- und Erholungscharakter der Ferien muss geschützt werden.

In die Beratungskreise der Bundesregierung müssen zukünftig verstärkt Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und Sozial- wie Bildungswissenschaftler*innen einbezogen werden, um die Folgen für Kinder und Jugendliche ganzheitlich beurteilen zu können und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeben zu können.

Den kompletten Zwischenruf können Sie hier nachlesen


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