Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

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19.12.2014 14:24 Alter: 6 yrs

Pressemitteilung - Neues Aktionsbündnis „Engagementförderung im BAföG“ begrüßt die verabschiedete Novelle und fordert inhaltliche Nachbesserungen


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Anlässlich der heute im Bundesrat verabschiedeten 25. BAföG-Novelle präsentiert sich auf Bundesebene das neue Aktionsbündnis „Engagementförderung im BAföG“, in dem Studierenden- und Jugendorganisationen zusammenwirken. Das Bündnis, das für weitere Interessierte offensteht, begrüßt zahlreiche Verbesserungen im neuen BAföG-Gesetz. Gleichzeitig fordert das Bündnis noch vor dem Wintersemester 2016/17 Nachbesserungen, um die zivilgesellschaftlich engagierten Studierenden nicht weiter durch BAföG-Regelungen zu benachteiligen.

(Bonn, 19. Dezember 2014) Das Aktionsbündnis „Engagementförderung im BAföG“, in dem sich zunächst die katholischen und evangelischen Hochschulgemeinden (FHoK und Bundes-ESG) sowie die konfessionellen Dachverbände der verbandlichen Jugendarbeit (BDKJ und aej) zusammengeschlossen haben, begrüßt die zahlreichen Verbesserungen im neuen BAföG, das heute vom Bundesrat verabschiedet wurde. Insbesondere die Erhöhung des Kinderbetreuungsgeldes sieht das Bündnis als einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an reale Belastungssituationen Studierender an.

Ein großes Defizit sieht das Aktionsbündnis weiterhin im Bereich der Engagementförderung. „Nicht nur die Hochschulen, sondern auch die Bundesregierung betonen immer wieder, wie wichtig ihnen das studentische Engagement in kulturellen, sozialen und politischen Kontexten als Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und als Beitrag zur Gestaltung unserer Gesellschaft ist“, bemerkt Lukas Rölli vom Forum Hochschule und Kirche (FHoK). „Da wirkt es mehr als anachronistisch, dass nur jene Studierenden eine Verlängerung des BAföG-Bezuges beantragen können, die sich in den Selbstverwaltungsorganen der Hochschulen, Studierendenschaften oder Studierendenwerke engagieren.“ „Die Förderung dieser Studierenden ist ohne Zweifel richtig. Wir fordern die Bundesregierung auf, noch vor dem Wintersemester 2016/17 Regelungen zu entwickeln, die auch qualifiziertes zivilgesellschaftliches Engagement als Verlängerungstatbestand anerkennen“ hält Bernd Wildermuth, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend in Deutschland (aej), fest. „Bei der Suche nach einfach zu handhabenden Kriterien sind wir gerne behilflich; Vorbild könnten etwa die in den Ländern bewährten Jugendleiterkarten (Juleica) sein.“

Dem Aktionsbündnis gehören bislang das katholische Forum Hochschule und Kirche (FHoK) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Evangelischen Studierendengemeinden (Bundes-ESG) sowie die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) an. Sie repräsentieren gemeinsam viele hunderttausende Jugendliche und junge Erwachsene, deren Engagement wesentlich von ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern unterstützt und getragen wird, von denen etwa ein Drittel im Studium ist. Das Bündnis ist für weitere Interessierte offen.

Kontakt für Hintergrundinformationen oder Interviews:
Dr. Lukas Rölli (Geschäftsführer FHoK), (0163) 339 23 67, E-Mail: roelli(at)fhok.de
Dr. Uwe-Karsten Plisch (Referent Bundes-ESG), (0176) 502 69 099, E-Mail: ukp(at)bundes-esg.de

 

 


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