Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Internationale Grüne Woche 2019

Nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes ist bei der IGW das Motto des Standes der Evangelischen Jugend in ländlichen Räumen (ejl). Auch bei der kommenden Grünen Woche vom 18. bis 27. Januar 2019 ist die ejl im Rahmen der Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Halle 4.2 wieder mit dabei. Bei den geplanten Standaktionen an den einzelnen Stationen werden verschiedene Sichtweisen und Aspekte von nachhaltiger Entwicklung miteinander verbunden.

Auf der einen Seite werden wir Nachhaltigkeit am persönlichen Lebensstil reflektieren, der durch eine große Körnerabfüllstation, der Station Nachhaltigkeit erfahrbar und begreifbar wird. Im wahrsten Sinne des Wortes anschaulich und mit Händen greifbar bekommt an dieser Station jede*r Jugendliche und jede*r Erwachsene ein Abbild der eigenen Lebensweise. Man nimmt aus einem Kasten eine Glasflasche und geht zu einer großen „Körnerstation“ mit zwölf Röhren und je einem Abfüllstutzen. Auf jeder Röhre steht eine Frage oder eine Aussage zum alltäglichen Verhalten oder zur Lebensweise. Und je nach Antwort, dreht man ein-, zwei-, drei- oder viermal den Knauf am Abfüllstutzen. Mit jeder Umdrehung rieselt eine entsprechende Menge Korn in die unter den Stutzen gehaltene Flasche. Je weniger Korn in der Flasche, umso nachhaltiger der eigene Lebensstil. Verträglich ist, wenn eine Flasche für die Beantwortung aller Fragen reicht. Die meisten brauchen mehr. Manchen reichen auch zwei Flaschen nicht. Über die Fragen und das in der Hand gehaltene Ergebnis, kann man nicht nur mit Jugendlichen sehr gut über die Nachhaltigkeit des eigenen Lebensstils ins Gespräch kommen. Da die Station auch an alte Kaugummi- und PEZ-Automaten erinnert, macht den Beteiligten das „Drehen“ Spaß. Das erleichtert Selbsterkenntnisprozesse und die Aktion bleibt im Gedächtnis hängen - wesentlich länger als ein aufklärender Text auf einer Schautafel.

Mit der DenkWerkstattBild visualisieren wir Bilder von ländlichen Räumen. Hunderte unterschiedliche Fotos laden dazu ein, jenseits von Idyllen und Klischees zu fragen: Was brauche ICH in diesem Raum, um mich dort heimisch zu fühlen? Wie soll sich dieser Raum entwickeln? Welches Bild entsteht bei mir im Kopf, wenn ich die Worte „ländlicher Raum“ höre? Was prägt dieses Bild? Die Landschaft, die Art der Bebauung oder gar die Abwesenheit von Menschen? Was macht einen Raum zu einem ländlichen? Gehört zu einem ländlichen Raum die Landwirtschaft oder kann man sich dort Betriebe vorstellen, die Weltmarktführer sind? 

Der Aktionsbereich ist flexibel nutzbar. Hier werden täglich zwei Tischgespräche stattfinden, bei denen intensiv mit geladenen Gästen anhand der Fotos über Entwicklung in ländlichen Räumen diskutiert wird. Ansonsten werden die Tische dafür genutzt, mit Besucher*innen die Bildkartei zu bearbeiten und dabei gemeinsam zukunftsträchtige Bilder zu erschaffen. 

Im allgemeinen Infobereich werden sich die Besucher*innen ausführlich darüber informieren können, wie Jugendarbeit in ländlichen Räumen aussieht und wie diese erfolgreich stattfinden kann. 

Die ejl baut bei den Tischgesprächen auf die positiven Erfahrungen mit diesem Format auf der IGW 2017 und 2018 auf. 

Außerdem wird auch bei zahlreichen Bühnenprogrammpunkten über Themen der Evangelischen Jugend in ländlichen Räumen berichtet und mit anderen Gesprächspartner*innen diskutiert. 

Zusammen mit der Katholischen Landjugendbewegung wird auch 2018 wieder ein gemeinsamer Landjugendgottesdienst mit anschließenden Empfang stattfinden und sie werden gemeinsam die Begleitveranstaltung "Raus aus der Schublade! – Jugendbeteiligung wirken lassen“ am 23. Januar 2019 beim Zukunftsforum durchführen.

Schriftgröße:
© Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej)