Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

EUROPA! Jetzt #wählerisch sein

Die Evangelische Jugend in Deutschland setzt sich für ein modernes, demokratisches und offenes Europa ein und ruft alle jungen Menschen dazu auf, sich am 26. Mai 2019 an der Europawahl zu beteiligen. Hier könnt ihr mehr über die Themen und Fordrungen erfahren, die uns wichtig sind.

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Alle Menschen sind gleich. Punkt.

Christ*innen bekennen, dass jeder Mensch von Gott geschaffen wurde und daher gleichermaßen von Gott geliebt ist. Daraus resultiert eine grundsätzliche Gleichheit aller Menschen im Blick auf ihren Charakter als Mensch und ihre Stellung vor Gott.

Aus dem Alten Testament lässt sich die Einsicht ableiten, die bis in die Gegenwart hinein von Bedeutung ist: die Würde des Menschen. Sie bildet einen grundlegenden Maßstab für die Gestaltung der Gesellschaft in ihren sozialen, wirtschaftlichen und auch politischen Bezügen bis in die Gegenwart hinein. Die Würde des Menschen hat ihren Ursprung in der Zuwendung Gottes zu den Menschen. Sie resultiert aus der Gottesebenbildlichkeit des Menschen (1. Mose 1,27) und ergibt sich eben nicht durch bestimmte menschliche Fähigkeiten, sondern unabhängig davon aus seiner Beziehung zu Gott: Gott hat den Menschen gewollt. Mit diesem Willen verbindet sich ein Recht auf Leben und Anerkennung – auf Würde schlechthin.

Es ist mit dem christlichen Glauben unvereinbar, Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihres Glaubens oder ihrer sozialen Zugehörigkeit zu entwerten. Im Gegenteil: Der Glaube überwindet diese Grenzen (Gal 3,28) und verzichtet auf Urteile über andere (Mt 7,1; 23)! Wir treten menschenverachtendem und rassistischem Verhalten entschieden entgegen und weisen auf dessen Unrechtmäßigkeit hin.

Die Idee eines vereinten Europas ist in Zeiten geboren worden, als der europäische Kontinent von zwei Weltkriegen zerfurcht war. Weil sich Völker und Nationen über andere erhoben und über wertes und unwertes Leben entschieden haben. Durch die Vergemeinschaftung kriegsrelevanter Ressourcen, die Stabilisierung von Handelsbeziehungen und politische Bündnisse wurde diese Zeit überwunden und eine Epoche des innereuropäischen Friedens und wirtschaftlichen Wachstums begann. Nach vielen Jahren der Stabilität und Einigkeit über einen gemeinsamen europäischen Kurs, sind in den vergangenen Jahren mehr und mehr die Stimmen der Nationalisten laut geworden. Immer penetranter versuchen rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien eine antieuropäische Stimmung zu verbreiten. Dabei schrecken sie auch vor der Verbreitung von Falschmeldungen und Fake-News nicht zurück. Wir sollten uns nicht mit einfachen Antworten zufrieden geben. Die Aufwertung der politischen Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich kann die Meinungsbildungsprozesse unterstützen sowie helfen entsprechende Falschmeldungen als solche zu erkennen. Nationalismus und Protektionismus sind dem christlichen Glauben fremd und fordern Christ*innen zum Widerspruch und zur Solidarität mit Benachteiligten auf.

AM 26. MAI WÄHLERISCH SEIN!

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InfoportalThemenEuropaForderungen der aej zur EU-Wahl 2019 › Antidiskriminierung
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