Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

Internationale Jugendbegegnungen

Deutsche und ausländische Jugendliche sollen bei Projekten in Deutschland und dem jeweiligen Partnerland einander kennen lernen, sie sollen sich über ihr Leben, ihren Alltag, ihre Zukunftsvorstellungen austauschen können.
Die Jugendlichen sollen sich einmal in der Rolle des Gastes, aber auch in der Rolle des Gastgebers erfahren.

Wichtig, die festen Partnergruppen sollen in Alter und Zusammensetzung ungefähr gleich stark sein. Es wird erwartet, dass die Gruppen das Programm gemeinsam abstimmen und durchführen.

Programmformate

  • Bilaterale Jugendbegegnungen
    Darunter fallen die Jugendbegegnungen mit Partnern aus zwei Ländern.
  • Multilaterale Jugendbegegnungen
    Dabei handelt es sich um die Begegnungsmaßnahmen mit Partnern aus mindestens drei Ländern.
  • Jugendgemeinschafts- und Jugendsozialdienste (Workcamps)
    Gefördert werden Workcamps und andere gemeinnützige Arbeitseinsätze.
  • Fachkräftemaßnahmen                                                                                                        Projekte mit hauptberuflichen und/oder ehrenamtlichen Fachkräften der internationalen Jugendarbeit.

 

Sonderprogramme

Diese Programme unterliegen der Prioritätensetzung und der besonderen Bewilligung des Bundesjugendministeriums. Hieraus geförderte Projekte haben eine besondere jugendpolitische Bedeutung.

Projekte mit Partnern aus Tschechien, China, Russland, Israel und Griechenland können als Sonderprogramm beantragt werden.

Wie wird gefördert?

In der Regel werden die Zuwendungen als Projektförderung zur Deckung von Ausgaben des Zuwendungsempfängers für einzelne abgegrenzte Aufgaben gegeben.
Die Zuwendungen werden grundsätzlich als Teilfinanzierungen in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen gegeben, hierbei darf die Förderung nicht die Ausgaben übersteigen.
    

In welcher Höhe kann gefördert werden?

Projekte in Deutschland:
Für Jugendbegegnungen gilt der Höchstsatz 24,- € pro Tag und Teilnehmenden beider Gruppen.
 
Fahrtkostenzuschüsse können bei Partnern aus folgenden Ländern gefördert werden:

  • Israel und Palästina 280,- €/TN
  • Entwicklungsländer (DAC-Liste) mit bis zu 0,08 € je Kilometer/TN/einfache Strecke (Berechnung:   luftlinie.org)

Sprachmittler*innen in Ausnahmefällen pro Tag 305,- €

 

Projekte im Ausland
Projekte im Ausland erhalten eine Fahrtkostenförderung. Die Berechnung unterscheidet zwischen Maßnahmen im europäischen Ausland und dem außereuropäischen Ausland.

a) für Maßnahmen im europäischen Ausland 0,12 € je Kilometer/TN/einfache Strecke

Dies betrifft auch die russischen Förderbezirke, die in Europa liegen: Südrussland, Zentralrussland, Nordwestregion, Wolgaregion, Ural, Nordkaukasus.

Berechnungsgrundlage ist der Ort des dt. Partners oder Treffpunkt der dt. Gruppe und der erste Begegnungsort im Partnerland nach www.maps.google.de

b) für Maßnahmen im außereuropäischen Ausland 0,08 € je Kilometer/TN/einfache Strecke

Berechnungsgrundlage ist der Ort des dt. Partners oder Treffpunkt der dt. Gruppe und der erste Begegnungsort im Partnerland nach www.luftlinie.org

Für Projekte mit Israel und Palästina gilt ein pauschaler Satz von 360,- €/TN.

 

Pauschale für Vor- und Nachbereitung

30,- €/TN max. 300,- € für die deutsche Gruppe

 

Altersgrenzen

Das Höchstalter der Teilnehmenden beträgt 26 Jahre, von der Altersgrenze ausgenommen ist die Leitung.

Das Mindestalter der Teilnehmenden beträgt 8 Jahre. 

Die Teilnahme von Personen außerhalb dieser Altersgrenzen führt zum Wegfall der gesamten Förderung.

Gruppengrößen

Höchstzahl der förderfähigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind 15 zzgl. 2 Leitungspersonen (unterschiedlichen Geschlechts)
 
Die Mindestgruppengröße bei Jugendbegegnungen beträgt 5 Teilnehmende zuzüglich Leitungspersonen (unterschiedlichen Geschlechts).

Die Anzahl der Teilnehmenden der Gastgeber- und Gastgruppe soll bei bilateralen Projekten gleichgroß und bei multilateralen Projekten angemessen sein.


Dauer der Begegnung

Mindestens fünf Tage, maximal 30 Tage. An- und Abreise zählen jeweils als ein Tag.

 

Rückbegegnung/Reverse-Programm

Internationale Jugendarbeit lebt von der persönlichen Begegnung junger Menschen; sie sollen sich sowohl in der Gastgebenden- als auch in der Gastrolle erleben. Im Sinne dieser Gegenseitigkeit empfehlen wir bei bilateralen Projekten die Hin- und Rückbegegnung innerhalb eines Zeitraumes von 24 Monaten zu planen.
    
Wir empfehlen den Antragstellenden, schon bei der Projektplanung für die Hinbegegnung Überlegungen zur Rückbegegnung anzustellen.

Wichtig

Bei der Kalkulation der Maßnahmen bitten wir zu berücksichtigen, dass die höchstmögliche Förderung in der Regel nicht gewährt werden kann, da das Antragsvoumen die verfügbaren Mittel bei Weitem übersteigt. Für ein ggf. entstehendes Defizit kann die aej/ESG Geschäftsstelle nicht verantwortlich gemacht oder in Anspruch genommen werden.

 

 

Verwendungsnachweis

Spätestens sechs Wochen nach Durchführung Ihres Programmes.

Bitte halten Sie die Fristen ein!

Sollten Sie Ihre Maßnahme nicht durchführen können, bitten wir Sie um frühzeitige Information. Freiwerdene Fördermittel können dann auf andere Projekte verteilt werden. Wenn Sie einen möglichen Ausfall nicht spätestens bis zum geplanten Maßnahmenbeginn mitteilen, kann ein Stornoentgelt in Höhe von 100,- € erhoben werden.      

Wenn Sie die sechswöchige Frist für den Verwendungsnachweis verstreichen lassen, erheben wir ein Entgelt von 100,- €. Nach weiteren sechs Wochen entfällt die Förderung.

 

 

Stand: 13.10.2017
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