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05.09.2018 13:20 Alter: 14 days

1.700 km, 78 Stationen, 14 Aktionstage: Deutsch-Polnischer Klimapilgerweg startet am 9.9. in Bonn


Pilger auf dem Pilgerweg für Klimagerechtigkeit 2015

Pilger auf dem Pilgerweg für Klimagerechtigkeit 2015. Foto: Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Aussendung der Pilgerinnen und Pilger im Rahmen des ÖRK-Jubiläumsgottesdienstes/ Barbara Hendricks: „Große Gerechtigkeitsfrage dieses Jahrhunderts“

„Die Frage, wie wir den Klimawandel stoppen können, ist die große Gerechtigkeitsfrage dieses Jahrhunderts.“ Mit diesen Worten beschreibt Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin a. D., eines der Hauptziele des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit von Bonn bis Katowice. Hendricks ist eine der drei Schirmherr/innen des Klimapilgerwegs, der am Sonntag in Bonn mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der Bonner Lukaskirche startet.

Der Klimapilgerweg führt über 78 Stationen und 1.700 gelaufene km und endet am 9. Dezember im polnischen Katowice, wo zeitgleich die 24. Welt-Klimakonferenz (COP 24) stattfindet. Die Pilgerinnen und Pilger gehen durch die drei großen deutschen Braunkohlegebiete, die als „Schmerzpunkte“ ausgewählt wurden: das Rheinische Revier (Hambacher Forst), das Mitteldeutsches Revier (inkl. Pödelwitz bei Leipzig) und das Lausitzer Revier. Unterwegs werden die Pilgerinnen und Pilger bei 14 Aktionstagen und zahlreichen weiteren Veranstaltungen für die Forderungen des Klimapilgerwegs werben, u. a. die Einleitung des Kohleausstiegs in Deutschland.

„Um unser Klima nachhaltig zu schützen, braucht es ein gutes Konzept für den Ausstieg aus der Kohleverstromung“, so Schirmherr Bischof Markus Dröge. „Der Klimawandel wird sich nur aufhalten lassen, wenn wir auf eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Chancen achten, regional und weltweit.“

Einladung zum Mitpilgern

Jede/r, die/der die Ziele des Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit unterstützen möchte, ist herzlich zum Mitpilgern eingeladen – egal ob es nur eine kurze Strecke, eine Tagesetappe oder länger ist. Die Pilgergruppe besteht sowohl aus Langzeit- als auch wechselnden Tagespilgern.
Die Pilgerinnen und Pilger besuchen neben den „Schmerzpunkten“ auch „Kraftorte“ der Klimagerechtigkeit in Deutschland und Polen und kommen mit evangelischen und katholischen Gemeinden und Initiativen vor Ort ins Gespräch. Sie feiern gemeinsam ökumenische Andachten und tanken Kraft im Gebet.

Während des Weges sammeln die Pilgerinnen und Pilger Unterschriften und Stimmen zur Klimagerechtigkeit, welche der Kohlekommission in Berlin und der Welt-Klimakonferenz (COP 24) in Katowice übergeben werden.

„Wir dürfen die Gaben der Erde nachhaltig nutzen, aber sie nicht verbrauchen“, unterstreicht Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der dritte Schirmherr des Ökumenischen Klimapilgerwegs. „Gott hat sie für alle Menschen aller Generationen gegeben.“


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