Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.

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23.10.2015 15:07 Alter: 5 yrs

Pressemitteilung: Jugendkirchen als Orte für Wünsche und Sehnsüchte


Abschlussdiskussion

150 Teilnehmende diskutierten beim ökumenischen Symposium

Hannover/Berlin 23. Oktober. Über die Zukunft von Jugendkirchen diskutierten in den vergangenen drei Tagen 150 Teilnehmende aus Deutschland und Österreich beim ökumenischen Symposium „Zukunft Jugendkirche. Konzepte und Verortungen“ in Berlin. Bei der Veranstaltung, die gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) organisiert wurde, tauschten sich Hauptberufliche und Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger von katholischen, evangelischen und freikirchlichen Jugendkirchen und Jugendgemeinden über ihre Arbeit und Konzepte aus.

In Jugendkirchen erleben und gestalten junge Menschen ihren eigenen kirchlichen Ort. Die Bandbreite der Konzepte und die gelebte Praxis sind vielfältig. Bei einer Austauschbörse stellten über 40 Jugendkirchen ihre Arbeit vor. „Das war eine hervorragende Plattform, um die Vielfalt der Jugendkirchen wahrzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, erläutert Michael Freitag, Referent für Theologie, Bildung und Jugendsoziologie bei der aej. „Es wird deutlich, dass Jugendkirchen trotz der Unterschiedlichkeit ein gemeinsames Selbstverständnis haben, das sich in der Begegnung von Jugendkultur und Kirche zeigt“, so Freitag weiter.

Nach fast fünfzehn Jahren Jugendkirchenarbeit ging es auch darum, bestehende Konzepte zu prüfen und in den Blick zu nehmen, welche Potenziale die Mitarbeitenden für die Arbeit mit Jugendlichen entwickeln und entfalten können. „Die Vorträge zu den Themen der Zukunftsfähigkeit von Jugendkirchen und ihrer Verortung im kirchlichen Kontext haben aufgewühlt, ermutigt und zum Nachdenken angeregt“, so Eileen Krauße, Referentin für Jugendpastorale Bildung bei der afj. Die Teilnehmenden nehmen Impulse für ihre Arbeit mit nach Hause. „Halten wir kirchliche Strukturen aufrecht oder dienen wir den Jugendlichen und bieten einen Raum für sie und ihre Wünsche und Sehnsüchte? „Improvisieren“ wir das Evangelium im konkreten Leben von Jugendlichen und begeistern diese dafür? Werden Mitarbeitende in Jugendkirchen für ihre Leistung wertgeschätzt und bekommen sie die Unterstützung, die sie brauchen?“, fasst Krauße die zentralen Fragen des Symposiums zusammen.

Zeit zum Erleben und Ausprobieren neuer Ideen für die Jugendkirchen hatten die Teilnehmenden am Donnerstagabend. Ein „Gottesdienst to go“ der Jugendkirche sam, die als Gastgeber das Symposium mit organisiert hat, führte die Teilnehmenden in der Ringbahn durch Berlin und ließ sie über Kopfhörer Impulse hören, mit denen sie zum Beispiel eine Fürbitte für jemand Fremden formulieren konnten. Jeder und jede war eingeladen, über Kopfhörer die Aufmerksamkeit auf sich und auf seine Mitmenschen zu richten und Dinge wahrzunehmen, die im Alltag untergehen.

In der Abschlussdiskussion wurde deutlich, dass Jugendkirchen, um zukunftsfähig zu sein, vor allem Folgendes beherzigen müssen: „Jugendkirchen müssen der Institution Kirche einen Raum bieten, neue Gemeindeformen zu finden und Jugendlichen dienen“, so Gregor Henke, Referent der Jugendkirche sam.

Das ökumenische Symposium findet alle zwei Jahre statt. Mehr zur Veranstaltung unter: www.symposium-jugendkirche.de.

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) ist der Zusammenschluss der Evangelischen Jugend in Deutschland. Als Dachorganisation vertritt die aej die Interessen der Evangelischen Jugend auf Bundesebene gegenüber Bundesministerien, gesamtkirchlichen Zusammenschlüssen, Fachorganisationen und internationalen Partnern. Ihre derzeit 33 Mitglieder sind bundeszentrale evangelische Jugendverbände und Jugendwerke, Jugendwerke evangelischer Freikirchen und die Kinder- und Jugendarbeit der Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Acht evangelische oder ökumenische Verbände, Einrichtungen und Fachorganisationen sind als außerordentliche Mitglieder angeschlossen. Die aej vertritt die Interessen von ca. 1,35 Millionen jungen Menschen.

Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) ist als Fachstelle für Jugendfragen in die Arbeit der Jugendkommission und des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz eingebunden.

Redaktion & Kontakt:
Michael Freitag, Referent für Theologie, Bildung und Jugendsoziologie der aej, Telefon: 0511 1215-145, E-Mail: mf(at)aej-online.de
Eileen Krauße, Referentin für Jugendpastorale Bildung der afj, Telefon: 0211 484766 18 oder 0176-11334539, E-Mail: krausse(at)afj.de
Theresa von Bischopink, Telefon: 0211 4693155, E-Mail: presse(at)afj.de
Martin Weber, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der aej, Telefon: 0511 1215-132, E-Mail: mw(at)aej-online.de

Martin Weber
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